Anfang der 80er Jahre gründete die Society of Automotive Engineers in den USA die Formula SAE, einen Hochschulwettbewerb. Nicht ganz zwei Jahrzehnte später kam die Idee als Formula Student nach Europa. Heute werden weltweit neun Wettbewerbe in verschiedenen Ländern gefahren, die Zahl der teilnehmenden Rennteams steigt ständig.
Die teilnehmenden Studenten-Teams entwerfen, konstruieren und bauen innerhalb eines Jahres einen Formel-Rennwagen, mit dem sie an verschiedenen Wettbewerben vor einer Jury aus Spezialisten aus der Automobil-Branche und dem Motorsport gegeneinander antreten. Gewinner ist jedoch nicht das Team mit dem schnellsten Auto, sondern dasjenige, das eine Reihe von Disziplinen mit möglichst hoher Punktezahl für sich entscheidet. In statischen (Engineering Design, Kostenanalyse und Business-Plan-Präsentation) und dynamischen Disziplinen (Beschleunigungs- und Langstreckentests, Autocross, Achter-Fahren und Energieeffizienz) können maximal 1’000 Punkte erreicht werden. »In unserem Team sind daher nicht nur Ingenieure dabei, sondern auch Kommilitonen aus Studiengängen wie BWL oder Marketing. Die gestellte Aufgabe lautet, einen Prototypen für eine fiktive Kleinserie von Autos zu bauen – dafür brauchen wir eben nicht nur Techniker, sondern auch einen Business Plan und müssen Investoren von unserer Idee überzeugen«, erklärt Francesco Salerno, Sprecher des Rennteams Uni Stuttgart, das Konzept der Formula Student.