Auch abseits von der Rennstrecke geht es um Geschwindigkeit. Entwicklungszeiten von mehreren Monaten und lange interne Freigaben einholen? Marc schüttelt den Kopf: »Ich arbeite direkt mit den Teams, die die Rennwagen entwickeln, und ihren Lieferanten. Vom ersten Gespräch bis zur fertigen Lösung – das müssen wir in zwei Monaten schaffen. Wir können doch nicht herumtüfteln, bis die Rennsaison vorbei ist! Das ist der Spirit, den du haben musst, um in dieser Branche zu arbeiten – den haben die Teams, den haben wir von Oerlikon Balzers in Limoges, und sogar die Fahrer, die uns die Motorenteile zur Beschichtung ins Kundenzentrum bringen: Sie übernachten oft auf dem Parkplatz, damit sie die fertigen Teile ohne Zeitverlust zu ihrem Team bringen können!«
Die Frage, was ihn denn nach zwei Jahrzehnten noch immer an seiner Arbeit fasziniert, hat sich damit wohl erübrigt. Er lacht: »Stell dir vor, ich habe seit 21 Jahren den gleichen Schreibtisch im gleichen Büro! Ich bin in Limoges geboren und aufgewachsen, habe dort Maschinenbau studiert und meinen ersten Job bei Sorevi bekommen. Heute heisst die Firma Oerlikon Balzers, letztes Jahr feierten wir 30-jähriges Firmenjubiläum, und ich gleichzeitig meine 20-jährige Firmenzugehörigkeit. Das war sehr emotional!«