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Fortschrittliche PFAS-freie Beschichtungen für eine sicherere und bessere Zukunft

Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS), auch "forever chemicals" genannt, haben aufgrund ihrer Beständigkeit, ihrer potenziellen Gesundheitsrisiken und ihrer Auswirkungen auf die Umwelt weltweit große Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Diese synthetischen Chemikalien werden in zahlreichen Industrie- und Konsumgütern verwendet, von antihaftbeschichteten Kochgeschirren bis hin zu medizinischen Geräten, mechanischen Dichtungen und Anwendungen, bei denen funktionelle Oberflächen mit Antihaft- und reibungsarmen Eigenschaften erforderlich sind. PFAS-Polymere lassen sich nicht leicht abbauen, was zu einer Bioakkumulation in der Tierwelt und beim Menschen führt. Die Industrie sucht aktiv nach praktikablen PFAS-Alternativen, um diese Probleme zu entschärfen und die sich entwickelnden globalen Vorschriften zu erfüllen. Dazu gehören die fortschreitenden Beschränkungen der Europäischen Union im Rahmen von REACH, die von den Bundesstaaten der Vereinigten Staaten festgelegten Standards neben den sich abzeichnenden Bundesrichtlinien und die koordinierten internationalen Bemühungen von Organisationen wie dem UNEP zur Begrenzung der Verwendung von und Verunreinigung mit PFAS.

Industrie reagiert auf PFAS-Druck mit Innovation

Die Verschärfung der PFAS-Vorschriften zwingt die Industrie dazu, ihre Prozesse neu zu bewerten und in umweltfreundlichere Alternativen zu investieren. Unternehmen aus verschiedenen Sektoren - wie Lebensmittelverpackungen, Elektronik, Energie, Luft- und Raumfahrt und Automobilbau - erforschen PFAS-freie Materialien und Entsorgungsmethoden als Reaktion auf den wachsenden Druck der Gesetzgebung und die Besorgnis der Öffentlichkeit.

Ein wichtiger Teil dieses Wandels ist die Stärkung der Kontrollen in der Lieferkette mit aktualisierten Lieferantenverträgen und Materialspezifikationen, die eine Offenlegung und Einschränkung von PFAS fordern. Interne Richtlinien verlangen zunehmend Aktionspläne, wenn PFAS identifiziert werden. Beispielsweise verzichten führende Hersteller sowohl in der Automobil- als auch in der Elektronikbranche zunehmend auf PFAS und setzen auf sicherere Ersatzstoffe. Diese Bemühungen sind zwar ein Zeichen für echten Fortschritt, doch der Übergang ist nicht ohne Herausforderungen – insbesondere wenn man die Grenzen der derzeitigen Alternativen betrachtet.

Leistungsdefizite und praktische Hürden verlangsamen die Umstellung auf PFAS-Alternativen

Der Ersatz von PFAS in industriellen Anwendungen stellt eine große Herausforderung dar. PFAS-Alternativen sind in wichtigen Bereichen wie Schmierung, Haltbarkeit und Chemikalienbeständigkeit oft unzureichend. Sie können die extrem niedrige Reibung und die Antihaft-Eigenschaften von PFAS nur schwer erreichen, was zu höherem Verschleiß, erhöhter Reibung und häufigeren Wartungsarbeiten führen kann. Die meisten Ersatzstoffe zersetzen sich bei großer Hitze oder aggressiven Chemikalien schneller, was die Lebensdauer der Oberfläche verkürzt und Kosten und Ausfallzeiten in die Höhe treibt. Einige erfordern gefährliche Lösungsmittel, was zusätzliche Gesundheits- und Sicherheitsbedenken aufwirft. Da viele Herstellungsverfahren für PFAS optimiert sind, erfordert ein Wechsel oft kostspielige Anpassungen.

Fortschrittliche PFAS-freie Beschichtungen für eine sicherere und bessere Zukunft

Dünnfilmbeschichtungen, wie diamantähnliche Beschichtungen (DLC), bieten viele Möglichkeiten mit einem niedrigen Reibungskoeffizienten, ähnlich wie PFAS-Optionen.

Es gibt zwar vielversprechende Ersatzstoffe, aber viele sind noch nicht skalierbar oder ausgereift. Die Entwicklung von PFAS-freien Lösungen mit vergleichbarer Leistung ist mit hohen F&E- und Requalifizierungskosten verbunden. Das Fehlen von Langzeitdaten aus der Praxis verzögert die Einführung weiter, da die Industrie hinsichtlich der Zuverlässigkeit und Haltbarkeit neuerer Materialien vorsichtig bleibt.

Dünnschichttechnologien entwickeln sich zu leistungsstarken, PFAS-freien Beschichtungsalternativen

Dünnschichttechnologien bieten für viele industrielle Anwendungen eine vielversprechende Alternative zu PFAS-basierten Beschichtungen und Schmiermitteln. Diese fortschrittlichen PFAS-freien Beschichtungen können ähnliche oder überlegene Eigenschaften bieten und gleichzeitig die Umwelt- und Gesetzesbedenken verringern. Sie bieten eine hohe Haltbarkeit, verlängern die Lebensdauer funktionaler Oberflächen und verringern den Wartungsbedarf. In vielen Fällen schützen sie vor Oxidation, chemischen Angriffen und mechanischem Verschleiss und sind damit ideal für raue Umgebungen.

Die fortschrittlichen DLC-Beschichtungen (Diamond-Like Carbon) von Oerlikon wie BALINIT® MILUBIA und keramische Beschichtungen wie BALINIT® CNI können beispielsweise das reibungsarme Verhalten von PFAS nachbilden, die Antihafteigenschaften verbessern und den abrasiven Verschleiss auch unter schwierigen Bedingungen reduzieren. Einer der Hauptvorteile moderner DLC-Beschichtungen ist die Kombination aus einem niedrigen Reibungskoeffizienten (typischerweise 0,1-0,2 im Vergleich zu Stahl) und einer hohen Härte (bis zu 45 GPa bei BALINIT MILUBIA), was sie zu einer umweltfreundlichen Alternative zu PFAS-Lösungen macht. Für Anwendungen, die sowohl eine gute Korrosionsbeständigkeit als auch Antihafteigenschaften erfordern, kann BALINIT CNI eine effektive Lösung sein.

Darüber hinaus enthalten die Dünnfilmbeschichtungen keine schädlichen fluorierten Verbindungen, was die Einhaltung der weltweiten PFAS-Verbote (z. B. EU REACH, EPA-Verordnungen) gewährleistet und eine nachhaltige PFAS-Alternative mit minimalen Umweltauswirkungen darstellt. Viele Dünnschichtbeschichtungsverfahren (z. B. PVD, CVD) können in bestehende Produktionslinien integriert werden, wobei Härte, Reibung, Dicke und Haftung je nach den spezifischen Anforderungen der Anwendung angepasst werden können.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Dünnschichttechnologien eine praktikable, leistungsstarke Alternative zu PFAS-basierten Beschichtungen darstellen, die eine überlegene Verschleißfestigkeit, Reibungsreduzierung und Umweltverträglichkeit bieten. Ihre Langlebigkeit, chemische Stabilität und Eignung für Hochtemperaturanwendungen machen sie zur idealen Wahl für Branchen, die von PFAS umsteigen möchten, ohne dabei auf Leistung und Effizienz verzichten zu müssen. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, um im Detail zu besprechen, wie wir Sie bei der Abkehr von PFAS unterstützen können.

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