Derzeit beschäftigen sich Canet Acikgoz und ihre Kollegen mit einem weiteren spannenden Thema: Wie kann die Oberflächentechnologie beim gefürchteten Thema »Infektionen« helfen? Denn in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen besteht immer die latente Gefahr, dass Keime von außen eingeschleppt und die Patienten gefährdet werden. »Wir arbeiten an antimikrobiellen Beschichtungen, um bei der Infektionsprävention im Operationssaal mitzuhelfen«, erklärt Acikgoz. Insbesondere Kupfer und Silber haben die Eigenschaft, die Ausbreitung von Bakterien einzudämmen. So lässt sich Operationsbesteck aus Titan und anderen Metallen mit Silber beschichten, um diese Wirkung zu erreichen. Doch mit der Beschichtung alleine ist es nicht getan, denn um antimikrobiell zu wirken, muss sich das Silber erst etwas auflösen. Erst dann können die Silberionen die Bakterien angreifen und eliminieren. »Um diesen Prozess zu starten, braucht es eine feuchte Umgebung«, erläutert Canet Acikgoz. Körperflüssigkeiten können diese Funktion übernehmen. Mit Silber beschichte medizinische Instrumente werden Antibiotika in der Bakterienbekämpfung zwar nicht ersetzen. Die Technologie könnte es Ärzten und Krankenhäusern jedoch ermöglichen, während der Operation weniger Antibiotika zu verwenden.
Erhöhte Präzision, verbesserte Langlebigkeit, und gänzlich neue Eigenschaften: Die von Oerlikon Balzers unter der Marke BALIMED vertriebenen Beschichtungslösungen leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, medizinische Instrumente weiter zu verbessern. Damit Chirurgen effizienter arbeiten, und Patienten besser und gleichzeitig sicherer behandelt werden können. Geht es nach Canet Acikgoz, ihren Kollegen und Oerlikon Balzers, sind dabei präzisere und länger im Einsatz stehende Skalpelle und Knochenbohrer nur der Anfang.