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MTC3: Realitäts-Check für die AM-Industrialisierung

Chancen und Herausforderungen der additiven Fertigung

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Additive Fertigung (additive manufacturing; AM) ist der Motor einer neuen industriellen Revolution, und sie hat Auswirkungen auf eine ganze Reihe von Branchen – darunter Luft- und Raumfahrt, Automobil, Medizin, Energie und Maschinenbau. In einigen davon schreitet die Industrialisierung von AM schneller voran als in anderen. Wie aber können wir aus bisherigen Erfolgsgeschichten lernen, damit die Akzeptanz von AM auch in anderen Branchen gesteigert werden kann?

Das war eine der Schlüsselfragen, die auf der 3. Munich Technology Conference on Additive Manufacturing (MTC3) vom 8. bis 10. Oktober 2019 an der Technischen Universität München diskutiert wurden.  Einmal mehr nutzten Branchenführer, Wissenschaftler, Ingenieure, Anbieter von AM Hardware, Software und ganzheitlichen Lösungen, Lehrende und Regierungsvertreter die Konferenz als Plattform, um ihre jeweilige Rolle bei der Weiterentwicklung von AM zu analysieren.

AM den Platz einräumen, den es verdient

Die MTC hat sich als einer der größten jährlichen globalen Treffpunkte für AM-Experten etabliert. Hier können sie sich vernetzen, Erfolgsgeschichten austauschen und Ideen sammeln, wie Herausforderungen gelöst werden können.

Die Konferenz wurde von Oerlikon 2017 in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München ins Leben gerufen. Nur zwei Jahre später zog die dritte Konferenz nun bereits mehr als 1 500 Teilnehmer und 50 Referenten aus dem gesamten Ökosystem der additiven Fertigung an. Wie bereits 2018 wurde auch die MTC3 gemeinsam mit einigen der innovativsten Akteure im AM-Bereich realisiert, erstmals auch mit führenden Unternehmen im Bereich Business-Strategie. Die wachsende Bedeutung des industriellen Potenzials von AM spiegelt sich daher auch im breiten Spektrum der MTC3-Partner wider: Technische Universität München, GE Additive, Linde, McKinsey & Company, Siemens und TÜV SÜD.

Thematisch lag der Schwerpunkt der diesjährigen Konferenz darauf, AM einem Realitäts-Check zu unterziehen. Führende Experten sprachen zu den technischen und regulatorischen Herausforderungen, denen sich die Technologie stellen muss, um weiterhin Innovationen voranzutreiben. Die angesprochenen Themen behandelten Fragen und Bedenken hinsichtlich Skalierbarkeit, Kosten, Produktionseffizienz und Möglichkeiten, wie Lösungen für einzelne Branchen angepasst werden können.

Wichtige AM-Themen hervorheben

Erstmals und in Zusammenarbeit mit dem 3D-Printing Cluster 3DPC fand am 8. Oktober eine Pre-Conference Networking-Veranstaltung statt, an der acht Start-ups ihre Innovationen und Ideen den etablierten Unternehmen der AM-Branche vorstellen konnten. Die Teilnehmer tauschten Ideen aus, vernetzten sich und erkundeten mögliche Joint Ventures, um die AM-Community zu stärken.

Am 10. Oktober leiteten die MTC3-Partner einen ganzen Tag lang verschiedene Workshops, darunter zu den Themen: Realitäts-Check für «Metal AM», die Industrialisierung von AM, ein Ausblick auf 2025, die Entwicklung von Metalllegierungen für AM, Normen für die Konformität mit industriellen Qualitätsstandards, die Gestaltung von Anlagen für die Industrialisierung von AM, die Beschleunigung der industriellen Einführung von AM, und Problemlösungen beim Übergang zur großtechnischen additiven Fertigung.

Ein weiteres Highlight: Die Technikjournalistin Rachel Park, die über additive Fertigung berichtet, führte Live-Interviews mit Führungskräften aus der AM-Welt. Diese Innovationsführer kommentierten das transformatorische Potenzial der Technologie und sprachen darüber, wo sie das grösste Potenzial für AM-Anwendungen sehen.

Der Erfolg der diesjährigen Veranstaltung zeigt, wie sehr die MTC dazu beiträgt, dass das Bewusstsein für AM als transformative Technologie geschärft wird. Einmal mehr wurde bewiesen: Wenn Industrie, Wissenschaft und öffentliche Institutionen partnerschaftlich zusammenarbeiten und Ideen austauschen, tragen sie dazu bei, dass AM den Stellenwert erhält, den es als Kernkomponente der zukünftigen industriellen Produktion verdient.

Termin bereits jetzt vormerken!

Starke Partnerschaften bilden die Grundlage, um Technologien weiter zu entwickeln. Deswegen freuen wir uns bereits darauf, Sie nächstes Jahr auf der AMTC4 in Aachen begrüssen zu dürfen, gemeinsam mit der RWTH Aachen, dem neuesten Mitglied im MTC-Partner-Netzwerk.

Wir sehen uns an der AMTC4, von 20. bis 22. Oktober 2020 im Eurogress Aachen!

1 Kommentare

  1. H.A. Breuninger

    Great conference with outstanding speakers. Big take home value. Very good talks with participants. I will come next year to Aachen, for sure!

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