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Der Traum vom Fliegen

Eindrücke von der Farnborough International Airshow

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Der Traum vom Fliegen begann für die Menschheit bereits im frühen 19. Jahrhundert, als Albrecht Ludwig Berblinger in Ulm, Deutschland, als erster einen flugfähigen Gleiter baute. Wegen schlechter Wetterverhältnisse stürzte er jedoch unter dem Gelächter der Massen in einen Fluss. Knapp 100 Jahre später gelang es den berühmten Wright Brüdern 1903 erstmals ein motorisiertes Flugzeug zu bauen, mit dem ein andauernder Motorflug gelang. Damit gingen sie in die Geschichte ein.

Heute ist die Luft- und Raumfahrtindustrie einer der am schnellsten wachsenden Märkte weltweit. Jährlich reisen 3,8 Mrd. Menschen mit dem Flugzeug. Das entspricht mehr als der Hälfte der Weltbevölkerung. Tendenz steigend. Deswegen zelebrierte die Farnborough International Airshow (FIA 2018) als zweitgrösste Airshow der Welt vom 16. bis 22 Juli 2018 den Traum vom Fliegen und stellte ca. 150 Flugzeuge der neusten Kategorie aus. 80’000 Besucher und mehr als 1’500 Austeller nahmen an der Messe, die knapp 50 km südwestlich von London stattfand, teil.

Oerlikon an der FIA 2018

Unter dem Motto «Making Aerospace Innovations Fly» präsentierte Oerlikon ihre Technologien für die Luft- und Raumfahrt den OEMs (Original Equipment Manufacturer) und Zulieferern. Hochleistungswerkstoffe, Oberflächentechnologien und zunehmend auch additive Fertigungstechnologien sind entscheidende Garanten für die Funktionalität und Leistungssteigerung von kritischen Flugzeugkomponenten:

  • Keramikwerkstoffe von Oerlikon Metco aufgebracht als Wärmedämmschichten schützen Turbinentriebwerke und ermöglichen höhere Verbrennungstemperaturen, was der Kraftstoff- und Triebwerkseffizienz zugutekommt.
  • Thermisch gespritzte Einlaufschichten von Oerlikon Metco dienen der Spaltmaßkontrolle in Triebwerken, verringern den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen, erhöhen den Wirkungsgrad und die Triebwerkssicherheit, und können die Effizienz um bis zu 5% steigern.
  • PVD-Beschichtungen von Oerlikon Balzers schützen Verdichterschaufeln vor Erosion und Korrosion. Dadurch wird die Kraftstoffeffizienz verbessert und die Lebensdauer der Teile verlängert.
  • Durch additive Fertigungstechnologien von Oerlikon AM können komplexe Triebwerksteile, Strukturbauteile und Ersatzteile mit geringerem Gewicht und deutlich reduzierten Lebenszykluskosten hergestellt werden.
  • Durch die kombinierte Verwendung von Hochleistungswerkstoffen, additiver Fertigung und Beschichtungstechnologien von Oerlikon lassen sich leichtere und leistungsfähigere Triebwerke oder Raketendüsen wie nie zuvor herstellen.

Heute vertrauen alle bedeutenden Hersteller von Flugzeugtriebwerken auf Technologien von Oerlikon zur Steigerung der Leistung, Sicherheit und Effizienz sowie zur Reduktion von Emissionen.

Oerlikon arbeitet mit Lufthansa Technik und RUAG Space im Bereich additive Fertigung zusammen

Ein Highlight der Show waren die beiden Absichtserklärungen die Oerlikon mit Lufthansa Technik und RUAG Space unterschrieb.

Mit Lufthansa Technik wird Oerlikon replizierbare Prozesse und Standards der additiven Fertigung (AM) für Anwendungen zur Wartung, Reparatur und Überholung (Maintenance, Repair and Overhaul, MRO) von Flugzeugen erarbeiten

Mit RUAG Space will Oerlikon Prozesse und Standards für die metallbasierte additive Fertigung von Raumfahrtkomponenten entwickeln. Diese Standards sollen für die Anwendung durch die europäische Weltraumgemeinschaft geeignet sein.

Beide Partnerschaften stellen einen weiteren Schritt in der Industrialisierung der additiven Fertigung dar.

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