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Vertrauen ebnet den Weg für nachhaltiges Wachstum

Beim Brainstorming entstehen oft aussergewöhnliche Ideen. Aber warum sendet einer der weltweit grössten Automobilhersteller über 100 seiner Manager und Ingenieure zum brainstormen zu einem seiner Lieferanten? Erfahren Sie, wie DFG und Oerlikon China ihre Partnerschaft auf eine ganz neue Ebene gebracht haben.

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Es ist durchaus nicht üblich, dass sich über hundert Mitarbeiter eines der grössten Automobilhersteller der Welt mit Vertretern eines Lieferanten treffen, um über Lösungen für Herausforderungen in Zusammenhang mit „Industrie 4.0“ und anderen Themen zu diskutieren. Doch genau ein solcher Workshop fand anlässlich des „Technical Exchange“-Seminars der Dongfeng Motor Group (DFG) und Oerlikon China im Oktober 2015 in Shiyan statt.

An dem Technical-Exchange-Seminar, das Oerlikon für seinen Kunden organisiert hat, nahmen sowohl Manager als auch Ingenieure der Dongfeng Motor Group teil.

Möglich gemacht haben diese neue Form der Kooperation die gemeinsamen Erfolge und das tiefe Vertrauen, das zwischen den beiden Geschäftspartnern besteht. Wie in den meisten Ländern Asiens spielen in China Geschäftsbeziehungen, die auf langjähriger erfolgreicher Zusammenarbeit basieren, eine entscheidende Rolle für den gemeinsamen Erfolg und Wachstum. „Solche Partnerschaften sind in allen Märkten wichtig, aber in Asien ganz besonders“, weiss Wang Jun, Präsident von Oerlikon China.

DFG war in den 1980ern eine der ersten Firmen Chinas, die das PVD Beschichtungsverfahren anwandten. Heute zählt DFG mit einem Umsatz von 79 Mrd. $ zu den 500 grössten Unternehmen der Welt. Mehr als jeder zehnte Geschäfts- und Privatwagen in China kommt inzwischen aus einer DFG-Fabrik. DFG besitzt mit Dongfeng Motor Co., Ltd. (DFL) und Dongfeng Commercial Vehicle Co., Ltd. (DFCV) überdies mehrere grosse Tochterfirmen.

Die 4. Industrielle Revolution

DFG setzt bereits seit Jahrzehnten auf innovative PVD-Beschichtungsverfahren – in den letzten Jahren mit Oerlikon Balzers als Partner. Nach erfolgreicher Zusammenarbeit wurde mit dem Einsatz neuer Beschichtungslösungen die Haltbarkeit einer Reihe von Schneidemaschinen der Tochter DFL um fast das Dreifache verlängert; gleichzeitig konnte die Schneidegeschwindigkeit je nach Anwendung um 20 bis 80 Prozent gesteigert werden. Damit ist der Produktionsprozess nun noch effizienter und günstiger. Dies motivierte DFG zu einem eintägigen Diskussionsforum mit Entwicklern von Oerlikon.

Dementsprechend standen an dem „Technical Exchange“-Seminar in Shiyan innovative Beschichtungs- und Getriebelösungen im Vordergrund. Sie sollen DFG in ihren Märkten noch konkurrenzfähiger machen. Die Vertreter von DFG und Oerlikon China haben dabei auch verschiedene Bereiche identifiziert, in denen sie ihre Kooperation vertiefen können, um sowohl die Ziele im Rahmen des 13. chinesischen Fünfjahresplans als auch der „Industrie 4.0“ zu erreichen. Diese ist nach der Mechanisierung, der Massenfertigung und der Digitalisierung die vierte industrielle Revolution. Sie beschreibt eine Welt, in der Maschinen und Werkstoffe vollautomatisch Informationen über Sensoren austauschen. Dieses Kommunikations- und Informationsnetzwerk soll die Produktion effizienter und damit auch kostengünstiger gestalten.

Der stellvertretende Fabrikdirektor der Machine Tool Plant von Dongfeng Motor Co., Ltd. Zhang Rixin hält eine Präsentation.

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