Choose your country / language

Thermisches Spritzen ist eine kosteneffiziente Methode zum Aufbringen von Beschichtungen, mit denen sich Oberflächeneigenschaften verbessern lassen. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet thermisch das Erwärmen eines Ausgangsmaterials, meist in Pulver- oder Drahtform, auf einen geschmolzenen oder halbgeschmolzenen Zustand. Das Ausgangsmaterial wird in einem Gas- oder Druckluftstrom mitgerissen und aufgebracht, um so auf einem Substrat eine Oberflächenstruktur zu erzeugen.

Der Werkstoff für das Ausgangsmaterial kann aus einem einzelnen metallischen Element bestehen, in der Regel handelt es sich jedoch um eine Legierung, einen Verbundwerkstoff, eine Keramik, ein Karbid oder ein Gemisch, aus denen sich eine Oberfläche mit physikalischen Eigenschaften ergibt, die nur durch thermisches Spritzen erreicht werden können. Thermisches Spritzen umfasst eine ganze Reihe von Verfahren, wobei jedes Verfahren für sich gesehen einzigartige Möglichkeiten für die erzeugten Oberflächen bietet.

Oerlikon Metco unterstützt aktiv alle gängigen Verfahren für thermisches Spritzen und bieten Optionen für Ihre Oberflächenbehandlungen sowie weitere Anforderungen in Bezug auf Volumina, Bauteilgeometrien, Umweltaspekte und Portabilität. Mit dem thermischen Spritzen hat Oerlikon Metco seit 1933 Anwendungstechnologien entwickelt und vermarktet, um Beschichtungen aufzubringen, die die schwierigsten Oberflächenherausforderungen unserer Kunden lösen.

Das Lichtbogenspritzen bietet ausgezeichnete Transportierbarkeit und Flexibilität für Beschichtungsarbeiten vor Ort; Es ist jedoch auch bei Arbeiten in der Werkstatt beliebt. Diese Systeme werden häufig für Anwendungen wie das Beschichten von geschweißten Rohrnähten, Kolbenringen, Kondensatoren, Varistoren, Kesselwänden und großen Infrastrukturen verwendet. Für die sehr hohen Spritz- und Auftragsraten benötigt man lediglich Strom und Druckluft, um metallische Legierungen oder reinen Metalldrähte aufzuschmelzen.

Wesentliche Vorteile dieses Prozesses
  • Niedrige Investitionskosten für die Ausrüstung 
  • Ausgezeichnete Transportierbarkeit/ Flexibilität für Beschichtungsaufgaben vor Ort
  • Außer Druckluft wird kein anderes Prozessgas oder Kühlmittel benötigt 
  • Sehr hohe Spritz- und Auftragsraten
Typische Anwendungen
  • Brückenfahrbahnen
  • Transportleitungen
  • Kondensatoren/ Varistoren
  • Geschweißte Rohrnähte
  • Kesselwände
  • Andere große Infrastrukturen
  • Haftschicht für andere thermische Spritzschichten
Prozessbeschreibung

Als Ausgangswerkstoff werden zwei Metalldrähte benötigt. Die beiden Drähte werden elektrisch entgegengesetzt gepolt und mit gleicher Geschwindigkeit kontrolliert in die Lichtbogen-Spritzpistole eingeführt. Beim Austreten aus der Spritzpistole berühren sich die Spitzen der beiden Drähte. Die entgegengesetzten Ladungen an den Drähten erzeugen genügend Wärme, um die Drahtspitzen kontinuierlich zu schmelzen, wobei Druckluft verwendet wird, um das nun geschmolzene Material zu zerstäuben, auf die Werkstückoberfläche zu schleudern und so die Beschichtung aufzubringen.

Verfahrensgrundlagen
  • Wärmequelle: Lichtbogen
  • Ausgangsmaterial: solide oder heterogene Metalldrähte
  • Lichtbogentemperatur: ca. 4.000 °C (7.200 °F)
  • Partikelgeschwindigkeit: ca. 150 m/s (500 ft/s)
  • Auftragsrate: 15 bis 3.300 g/min (2 bis 440 lb/h)

Feedback oder Fragen? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

keyboard_arrow_up