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Weltpremiere: BCF S8 Tricolor – ein großer Fortschritt für die Teppichgarnproduktion

Oerlikon Neumag beginnt im Jahr der Innovationen mit BCF S8

Weltpremiere: BCF S8 Tricolor – ein großer Fortschritt für die Teppichgarnproduktion
Weltpremiere: BCF S8 Tricolor – ein großer Fortschritt für die Teppichgarnproduktion
Weltpremiere: BCF S8 Tricolor – ein großer Fortschritt für die Teppichgarnproduktion

Fig. 1 Oerlikon Neumag BCF S8
Fig. 2 Mit der neuen CPC-T lassen sich über 200.000 verschiedene Farbmuster herstellen
Fig. 3 Mit dem neuen Wickler Witras III-37 kann die Prozessgeschwindigkeit auf bis zu 3700 m / min erhöht werden.

Herstellern von Teppichgarn verspricht die Produktionsplattform BCF S8 mehr Schlagkraft in einem umkämpften Markt. Höchste Spinngeschwindigkeiten, bis zu 700 Einzelfilamente, feine Titer bis zu 2,5 dpf – die Leistungsdaten und technologischen Feinheiten der neuen Anlage machten bereits Eindruck bei deren Vorstellung auf der deutschen Fachmesse Domotex im Januar. Auf der ITMA 2019 im Juni in Barcelona wird die Tricolor-Version der BCF S8 präsentiert werden, die auf der Domotex als Monocolor-Anlage gezeigt wurde.

Messebesucher sprachen von einem „Game Changer“. „Das zeigt: Unsere Kunden haben verstanden, dass die BCF S8 Potenzial hat und einen großen Entwicklungsschritt darstellt“, freut sich Martin Rademacher, Head of Sales Oerlikon Neumag, über ein ausnahmslos positives Messefeedback in Hannover, Deutschland. Die Kunden sollen mit der Anlagenneuheit wechselnde Marktbedürfnisse besser erfüllen und im harten Wettbewerb trotz steigendem Kostendruck punkten können – sei es nun mit Standard- oder Nischenprodukten. Dafür strebten die Entwickler ein neues Level höherer Produktivität und noch breiterer Produktvielfalt an. Die BCF S8 tritt mit dem Anspruch an, die effizienteste BCF-Anlage von Oerlikon Neumag zu sein.

Davon können die Leistungszahlen und Ergebnisse aus Tests sowie dem Betrieb von zwei Pilotanlagen im Markt bereits überzeugen: Mit bis zu 700 möglichen Filamenten pro Faden übertrifft die BCF S8 ihre Schwester BCF S+ (400 Filamente) deutlich und garantiert zudem feinere Titer bis zu 2,5 dpf. Darüber hinaus ist die Prozessgeschwindigkeit auf dem neuen Wickler Witras III-37 mit 3.700 m/min höher als je zuvor – und erlaubt einen gesteigerten Durchsatz von bis zu 15 Prozent gegenüber Vorgängertechnologien. Unterm Strich stehen eine Anlageneffizienz von 99 Prozent sowie mögliche Energieeinsparungen von bis zu 5 Prozent pro Kilogramm Garn.

Innovativ, vom geraden Fadenlauf bis zur großen Kühltromme
Zahlreiche Innovationen ermöglichen diese Fortschritte. So wurde vor allem ein Schlüsselelement nochmals deutlich optimiert: Der Fadenverlauf von der Spinnerei bis zur neuen großen Kühltrommel wurde nahezu durchgängig begradigt. Diese im BCF-Markt bislang einmalige Fadenführung sorgt dafür, dass die einzelnen Filamente minimaler Reibung ausgesetzt sind. Fadenbrüche werden so erheblich reduziert und der gesamte Produktionsprozess optimiert. Hervorzuheben ist dabei der erstmals gerade Fadeneinlauf in den Texturierkopf – ein Garant für bessere Garnqualität.

Positive Effekte im Texturierprozess schafft auch der deutlich reduzierte Abstand zwischen dem Heizgaletten-Duo und dem Texturierkopf. Er sorgt für einen gleichmäßigeren Drall im Faden und verringert den Druckluftverbrauch. Die Texturierkammern lassen sich nun einzeln entnehmen, was die Wartungszeiten weiter verkürzt. Die jetzt geschlossenen Einheiten schützen Texturierdüsen und Lamellenkammer bestmöglich. Die Kühltrommel erhielt einen größeren Durchmesser von 800 mm und kühlt so die Filamente optimal und schonend ab – auch dies zugunsten der Garnqualität. Zudem wurde die Trommel standardmäßig für alle Polymere (PET, PA6 und PP) mit einer V-Nut ausgestattet. Diese sorgt für eine gerade Ablage der Stopfen und verbessert die Crimp-Gleichmäßigkeit. Zum Standardanlagenpaket gehört nun auch die bereits etablierte Tangeleinheit RoTac3, die den Druckluftverbrauch nochmals signifikant um rund 50 Prozent reduziert.

Farbseparation auf einem neuen Niveau
Mehrfarbige Teppiche sind immer stärker im Kommen und der Wunsch nach deutlich flexibleren Farbmischvarianten zur Produktdifferenzierung steigt. Hierauf hat Oerlikon Neumag sein Augenmerk gerichtet und mit der BCF S8 eine Plattform entwickelt, die bei der Farbseparation von Tricolor-Garnen keine Wünsche mehr offenlässt – von mélange bis stark separiert.

Die Kernkomponente in diesem Prozess ist die neue, zum Patent angemeldete CPC-T Einheit für eine noch flexiblere und gleichmäßigere Farbseparation. Im CPC-T Prozess wird das Garn direkt vor der Texturierung vorvertangelt. Das verhindert ein unbeabsichtigtes Vermischen der einzelnen Farben in der Texturierung oder Haupttangelung.

Über 200.000 verschiedene Farbmuster aus drei Farben
Mit der CPC-T lassen sich über 200.000 verschiedene Farbmuster herstellen – und das aus lediglich drei unterschiedlichen Farben. Möglich wird dies durch die einzeln steuerbaren Luftdrücke pro Farbe, denn jede Farbe hat ihren eigenen Luftkanal, der von 0 – 6 bar geregelt werden kann. So lassen sich einzelne Farben im Teppich reproduzierbar akzentuieren. Für eine nahezu unbegrenzte Farbmustervielfalt.

Komplett neu gestaltete CPC-T: vereinfachte Zugänglichkeit
Die CPC-T hat nicht nur ein neues Innenleben bekommen. Sie befindet sich auch an einer neuen Position, direkt oberhalb der Texturierung. Das bedeutet für den Operator eine deutlich bessere Zugänglichkeit und ein vereinfachtes Anlegen der Fäden. Der Prozess wird schneller und stabiler.

Und wenn Mélange-Garn oder einfarbige Garne hergestellt werden sollen, lässt sich die CPC-T innerhalb kürzester Zeit gegen den Mono-Guide austauschen.

Erstes HMI-Prozessleitsystem
Last but not least übernimmt erstmals ein HMI (Human-Machine Interface)-basiertes Steuersystem die Kontrolle der Anlage. „Wir möchten mit solchen Innovationen, wie schon zur ITMA ASIA 2018 angekündigt, die Tür ins digitale Zeitalter smarter Teppichgarn-Herstellung öffnen“, betont Dr. Friedrich Lennemann, Head of R&D Oerlikon Neumag.

Die neue BCF S8 ist als erste Anlage des Oerlikon Segments Manmade Fibers mit einem innovativen Human-Machine Interface (HMI) zur intelligenten Steuerung und Überwachung ausgestattet. In diesem Fall wurde die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine auf die alltäglichen Nutzerbedürfnisse in der BCF-Produktion ausgelegt. Sie unterstützt mit neuem „Look and Feel“ den intuitiven Betrieb und verfügt über smarte Features, die den Arbeitsalltag erleichtern sollen. So bietet die Anlage an jeder Take-Up-Position über einen Touch-Screen direkten Zugang zu wichtigen Informationen, Betriebszuständen, Ist- und Sollwerten.

Eine komplett neue „Alarmphilosophie“ erleichtert zudem die Fehlersuche und -analyse. Dabei werden über ausgeklügelte Filtermechanismen bestimmte irrelevante Fehlermeldungen oder Meldungen über daraus resultierende Folgefehler unterdrückt und nicht an das HMI-System gesendet. Damit kann sich der Operator besser einen Überblick über den aktuellen Zustand der Anlage verschaffen und den geplanten Betrieb sicherstellen.

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André Wissenberg

André Wissenberg

Marketing & Corporate Communications Oerlikon Barmag und Oerlikon Neumag

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