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50 Jahre Partner der Textilindustrie Chinas - Oerlikon Manmade Fibers Segment an der ITMA ASIA + CITME 2014

Remscheid/Shanghai, 24. Juni 2014 – 1964 und 1966 lieferten Barmag und Neumag, heute Geschäftsbereiche des Oerlikon Segments Manmade Fibers, erste Maschinentechnik nach China. 50 Jahre später sind die Export-Pioniere hoch geschätzte High-Tech Produzenten für die Volksrepublik und bewährte Partner von Chinas Textilindustrie, die mit Technologien „Made in Germany“ unter anderem auch an die Weltspitze der Chemiefaserindustrie gelangte.

Von Pionieren zu Marktführern: Wie Spitzentechnologien und der weltgrößte Textilproduzent gemeinsam eine Erfolgsstory schreiben.

Messegäste der ITMA Asia + CITME 2014 dürfen mit Oerlikon Manmade Fibers in diesem Jahr ein bemerkenswertes Jubiläum feiern: 50 Jahre Partnerschaft mit der Chinesischen Textile Industrie. Seit nunmehr einem halben Jahrhundert beliefert das Unternehmen Chemiefaserspinnereien im Land der Mitte. Die Manager der damaligen Barmer Maschinenfabrik AG, kurz „Barmag“, aus Remscheid, Deutschland, legten somit bereits Mitte der sechziger Jahre den Grundstein für die heute exzellenten Geschäftsbeziehungen mit den weltweit größten Produzenten von Polyester und Polyamid. Neumag folgte nur kurze Zeit später im Jahre 1966.

Als China dann 1978 seine Reform- und Öffnungspolitik startete, war die frühere Barmag wiederum eine der ersten deutschen Maschinenbaufirmen, die zu Gesprächen über Investitionen für die Chemiefaser- und Textilindustrie eingeladen wurde. Kein Wunder: Das deutsche Unternehmen kannte schon damals die Bedeutung des chinesischen Türöffners „Guanxi“. Und da war es gut, dass bereits Jahre zuvor die ersten Schritte in das riesige Land der Mitte erfolgreich unternommen worden waren.

„Guanxi“ spielt noch heute eine bedeutende Rolle
Das so wichtige Netzwerk persönlicher Kontakte begann zunächst ein Barmag-Vertreter zu knüpfen. Er reiste bereits 1959 mit einer Industriedelegation fünf Wochen nach China, um erste Gespräche mit behördlichen Ansprechpartnern zu führen. 1964 resultierte daraus eine erste Lieferung von Maschinenkomponenten in die Volksrepublik über einen Partner vor Ort. Nur zwei Jahre später platzierte auch Neumag den ersten Auftrag.

Die folgenden Jahrzehnte erzählen eine faszinierende Geschichte über eine Erfolgspartnerschaft und den atemberaubenden Aufstieg von Chinas Textilindustrie. Dabei waren es die geduldige Kontaktpflege, der Weitblick der Beteiligten und die Überzeugungskraft zukunftsweisender Maschinentechnologien, die den oft steinigen Weg zum Erfolg ebneten. Ein wichtiger Schritt markierte auch die Gründung der Firmenvertretung Barmag Far East 1973 in Hongkong sowie die stetige Ausrichtung von und Teilnahme an Symposien, Seminaren, Ausstellungen und Messen in China. Umgekehrt erfolgten zahlreiche Einladungen chinesischer Delegationen nach Deutschland, um sich persönlich in Remscheid über die neusten Innovationen ein Bild zu machen. Die intensiven Kontakte, auch zum chinesischen Textilministerium, führten 1983 zu ersten Kooperationsverträgen mit Maschinenfabriken in Shanghai und Wuxi.

Partner schwingen sich zu Marktführern auf
Durch diese, später auch erweiterten Verträge wurde Barmag in den Folgejahren zum bevorzugten Partner für Investitionen vor allem in Texturiermaschinen und Chemiefaser-Spinnereianlagen auf dem chinesischen Festland. Die Marktanteile erreichten je nach Technologie bald bis zu 80 Prozent, zuweilen kam die Hälfte des Firmenjahresumsatzes bereits früh über den chinesischen Markt herein. Umgekehrt stiegen die chinesischen Partner mit den modernen Technologien sowie dem Know-how von Barmag und Neumag zu führenden Maschinenbauern in China auf. Unterstützt wurde diese Entwicklung 1995 und 1996 mit der Gründung von Joint Ventures in Shanghai und Wuxi.

Die Volksrepublik selbst schwang sich über die Jahrtausendgrenze hinweg mit jährlichen Steigerungsraten von 20 Prozent und mehr zur Nation Nummer eins im globalen Textilmarkt empor. Angesichts dieser wachsenden Stärke konzentrierte vor allem die Barmag ihre Ressourcen zunehmend in der Volksrepublik. Meilensteine dabei sind weitreichende Firmen- und Werksgründungen 2002 und 2006 im Industriepark Suzhou sowie der sukzessive Transfer der Produktion von Texturiermaschinen samt Engineering, Forschung und Entwicklung von Deutschland nach China bis 2009. Die Eröffnung des neuen Headquarters Asia 2012 in Shanghai setzte einen weiteren Meilenstein in der Erfolgsgeschichte des Unternehmens.

Mit 840 Mitarbeiter in China ein echter „Local Player“
Heute ist Oerlikon Manmade Fibers mit rund 840 Mitarbeitern an den Standorten in Beijing, Shanghai, Suzhou, Wuxi und Hongkong vertreten und damit ein echter „Local Player“ in China. Oerlikon Barmag und Oerlikon Neumag sind in ihren wesentlichen Produktmärkten führend. China ist dabei nicht nur für das Oerlikon-Segment inzwischen der größte Markt, sondern für den gesamten Konzern, der rund 30 Prozent seines Umsatzes in der Volksrepublik macht.

Diese gewachsene Bedeutung beruht durchaus auf Gegenseitigkeit: Zahlreiche hochrangige Branchenvertreter aus China sprachen in den 50 Jahren Partnerschaft stets von der innovativen Maschinentechnik und dem kooperativen Geist, die eine wichtige Rolle für den Fortschritt der chinesischen Textilindustrie spielen. Denn es waren und sind die höheren Standards rund um Faser- und Garnqualität, Leistung und Produktivität sowie Kostensenkung durch Energieeffizienz und moderner Automation, die den chinesischen Siegeszug im globalen Textilmarkt ermöglichten – und die China bei der Erzeugung von textilen Massen- und zunehmend auch Qualitätsprodukten bis hin zu innovativen Technischen Textilien Lösungswege eröffnen. „Unseren kooperativen Geist, unsere Verantwortung und Kompetenz als technologischer Wegbereiter – dies alles wollen wir auch in Zukunft einbringen, um unseren chinesischen Partnern flexible, hocheffiziente Lösungen für die Bewältigung ihrer Ziele und Herausforderungen von heute und morgen anzubieten – für eine dauerhafte Win-Win-Situation“, bekräftigt Stefan Kross, CEO von Oerlikon Manmade Fibers.

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