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Schaberoboter – Mehr Intelligenz, weniger Aufwand

Schaberoboter erleichtert dem Bediener das Leben. Es ist eine Paradedisziplin für eine automatisierte Lösung: das Reinigen der Düsenpakete. Dank seiner intelligenten Steuerung spart der Schaberoboter von Oerlikon Manmade Fibers nicht nur Produktionszeit, Aufwand und Betriebskosten, sondern schafft auch Vorteile für das Personal- und Gesundheitsmanagement.

Der Schaberoboter hängt unter der Decke an einem Schienensystem

Sicher, Handarbeit hat auch gute Seiten. Auf das manuelle Ausschaben der Düsenpakete im Spinnkasten freut sich jedoch gewiss kein Operator. Im stark erhitzten Umfeld gilt es da mit einem Messingwerkzeug die Düsenplatte von Schmelzresten der durchgedrückten Filamente zu befreien. Dabei wird viel Silikonöl aus Aerosoldosen zerstäubt. Angesichts der insgesamt sehr aufwendigen Maßnahme und ihrer Kosten dürften auch Produktionsleiter kaum begeistert sein.

Weil eine solche Wartungsaufgabe geradezu nach Automatisierung ruft, entwickelte Oerlikon Manmade Fibers einen Schaberoboter. Einen mit Köpfchen, denn seine Steuerung kommuniziert mit der Produktionsanlage. „In dieser Steuerintelligenz steckt das eigentliche Know-how unserer Lösung, die Maschinen und Abläufe vernetzen will – ganz im Sinne von Industrie 4.0“, erläutert Stephan Faulstich, Technologiemanager POY bei Oerlikon Barmag. Zunächst heißt das: Alle Schabe-Positionen, -Zyklen und -Zeiten lassen sich im Managementsystem speichern. Der Roboter fährt die hinterlegten Schabeintervalle automatisiert und sicherheitstechnisch kontrolliert ab – ohne manuelle Eingriffe, aber begleitet von einer Fülle von Vorteilen.

Der Schaberoboter kann bis zu 48 Positionen bedienen, was einer gesamten Produktionslinie

So schafft der Roboter bis zu 48 Positionen, das entspricht einer Produktionslinie. Sowohl Schabequalität als auch Ölauftrag bleiben rund um die Uhr konstant. Zudem kostet das hierbei eingesetzte Silikonöl aus dem Kanister umgerechnet nur einen Bruchteil der manuell eingesetzten 500-Milliliter (ml)-Sprühdosen. Diese enthalten nur 12 ml Öl, den Löwenanteil nehmen Aerosole ein, die Gesundheit und Umwelt schaden. Nicht zuletzt spart die Ölzuführung per Kanister Aufwand für das Anschaffen, Lagern und Entsorgen der Dosen.

Entscheidender sind jedoch die Effekte der intelligenten Steuerung. Mit ihrer Hilfe lässt sich die Spinnpumpe automatisiert und „in time“ herunter- und hochfahren. So lässt sich der Pumpenstopp mit Robotereinsatz auf  das notwendige Minimum begrenzen. Damit wird der Einfluss des Schabens sowohl auf die Prozessstabilität der Polykondensationsanlage als auch auf die Garndaten des gesponnenen Garnes erheblich verringert. Auch zwischen zwei Reinigungszyklen lässt sich Produktionszeit gewinnen: Wird bei Handarbeit ein erneutes Schaben nach 48 Stunden erforderlich, so kann sich durch Einsatz des Roboters das Zeitintervall zwischen zwei Schabevorgängen auf bis zu 60 Stunden verlängern. Kunden konnten von derart optimierten Zeiten schon profitieren: Schaberoboter von Oerlikon Manmade Fibers sind bereits seit einem guten Jahr bei zwei großen Garnherstellern in China in Betrieb.

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