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Umsatz, Gewinn und Liquidität deutlich gesteigert

2007 bestätigt die eingeschlagene Wachstumsstrategie

  • Bestellungseingang erreicht einen Wert von CHF 6,0 Mrd. (+16 Prozent*) 
  • Umsatz wächst um über 20 Prozent* auf CHF 5,6 Mrd.
  • EBIT steigt auf CHF 496 Mio. (+15 Prozent*) 
  • Operativer Cash Flow nimmt auf CHF 678 Mio. zu (+42 Prozent*) 
  • Zielsetzung 2008: Umsatz grösser als CHF 6 Mrd. und weiterer Anstieg des operativen Ergebnisses
  • Neuausrichtung von F&E mit den Schwerpunkten Clean Technology und Nanotechnologie

 * Veränderungen zum Vorjahr jeweils auf Basis 2006 pro forma angepasst

Zürich, 27. März 2008 - Das Jahr 2007 ist für den Oerlikon Konzern in allen wesentlichen Punkten sehr erfolgreich verlaufen. Der Umsatz verzeichnete ein Rekordwachstum, das die gesteckten Ziele erneut übertraf; der Konzerngewinn lag deutlich über dem des Vorjahres; der signifikant gesteigerte Cashflow unterstreicht den Erfolg des operativen Geschäfts. Die Leistungsfähigkeit des Konzerns wurde durch zahlreiche Anpassungen von Organisation und Prozessen weiter erhöht. Oerlikon Solar konnte die Zielsetzungen mehr als erreichen und sich optimal aufstellen, um die hohe Marktnachfrage dauerhaft bedienen zu können. „2007 ist das erfolgreichste Jahr der jüngeren Oerlikon-Geschichte", betont CEO Dr. Uwe Krüger. „Wir haben die operative Basis des Konzerns gestärkt und damit das Fundament gelegt, auch 2008 Umsatz und Gewinn zu steigern", so Krüger. „Die Übernahme von Saurer hat sich schon 2007 als erfolgreich erwiesen", erklärt Verwaltungsratspräsident Georg Stumpf. „Für 2008 erwarten wir einen Umsatz von über CHF 6 Mrd. bei einem weiteren Anstieg des operativen Ergebnisses", erläutert Stumpf die Zielgrössen für das laufende Geschäftsjahr.

Insgesamt konnte der Oerlikon Konzern 2007 seinen Wachstumskurs weiter steigern und mit einem organischen Umsatzzuwachs von über 20 Prozent (pro forma) auf CHF 5,6 Mrd. erheblich beschleunigen. Die Umsatzwerte liegen damit über der Mitte des Jahres erhöhten Prognose von bis zu CHF 5,5 Mrd. Der operative Gewinn (EBIT) der fortgeführten Geschäftstätigkeiten lag mit CHF 496 Mio. um 15 Prozent (pro forma) über 2006.

Stark verbessert hat sich die Liquidität des Unternehmens. So hat der operative Cash Flow um 42 Prozent von CHF 479 Mio. auf CHF 678 Mio. (pro forma Vergleich) zugenommen. Die wesentlichen Faktoren hierfür waren das gute operative Geschäft verbunden mit einem effektiveren Management des betriebsnotwendigen Vermögens. „Hier zeigen sich die operativen Fortschritte besonders deutlich. Allein im zweiten Halbjahr konnte der Cash Flow aus dem initiierten Asset Management Programm um über CHF 200 Mio. gesteigert werden", so CEO Krüger. Das Eigenkapital stieg um 25 Prozent von CHF 1,5 Mrd. auf 1,9 Mrd. und erreicht damit 30 Prozent der Bilanzsumme. Verbessert hat sich zudem die Kennzahl des „Return on Net Assets" (RONA) von 
10 auf 15 Prozent.

Zur weiteren Erhöhung der Ertragskraft wurde Ende 2007 ein umfangreiches Programm zur Kostenoptimierung in der Konzernzentrale implementiert, welches ab dem laufenden Jahr deutliche Kosteneinsparungen bringen wird. Der Net-Profit erreichte einen Wert von CHF 319 Mio. und wuchs damit verhaltener als das operative Ergebnis. Ursache hierfür waren die in dem Jahr der Konsolidierung einmaligen Aufwände für die Zwischenfinanzierung der Saurer-Transaktion im ersten Halbjahr 2007.

Oerlikon Textile mit Rekordergebnis
Im Segmentvergleich erzielte Oerlikon Textile das beste Resultat seiner Geschichte mit einem Rekordanstieg des Umsatzes auf CHF 2 719 Mio. (+27 Prozent pro forma) und stellte damit seine führende Rolle am Textilmarkt erneut unter Beweis. Ursache dafür war vor allem der Boom im Stapelgarnmarkt in den asiatischen Märkten sowie die hohe Innovationskraft des Segments. Zahlreiche Massnahmen zur Kostenoptimierung und Produktivitätssteigerung haben dazu geführt, dass der EBIT von Oerlikon Textile markant zulegte und sich mit einen Wert von CHF 208 Mio. mehr als verdreifachte (+206 Prozent pro forma) Die EBIT-Marge konnte von 3 Prozent (pro forma) auf 
8 Prozent erheblich gesteigert werden.

Auch Oerlikon Coating erzielte 2007 hervorragende Ergebnisse - hier vor allem bedingt durch ein nach wie vor rasantes Wachstum im Beschichtungsgeschäft wie durch die mehr als Verdopplung des Umsatzes im Solargeschäft. Oerlikon Balzers setzte die regionale Expansion fort und betreibt mittlerweile ein globales Netzwerk von 82 Beschichtungszentren; zudem wirkte sich die Markteinführung der neuen Coating-Technologie P3eTM positiv aus. Die Initiativen zur Effizienzsteigerung in den Beschichtungszentren erhöhte die Profitabilität in der Business Unit signifikant. 
Oerlikon Solar steigerte den Umsatz auf über CHF 300 Mio., verzeichnete erste Aufträge aus Asien (CMC Magnetics, Auria Solar), führte mit Micromorph-Tandem die nächste Technologiegeneration erfolgreich ein und wurde unter der Leitung von Jeannine Sargent als CEO so aufgestellt, dass der äusserts hohen Nachfrage dauerhaft entsprochen werden kann. Der Bestellungseingang von Oerlikon Solar stieg 2007 auf über CHF 650 Mio. Innerhalb der Business Unit Oerlikon Systems war der Verkauf des Blu-ray-Geschäfts an die Singulus Technologies Ausdruck der konsequenten Fokussierung auf strategische Geschäftsfelder. Mit einem Plus von 9,1 Prozent lag der EBIT von Oerlikon Coating bei CHF 147 Mio.

Das Segment Oerlikon Vacuum konnte das allgemeine Marktwachstum übertreffen und erreichte mit einem Wachstum von 6 Prozent einen Umsatz von CHF 458 Mio. Vor allem die erfolgreiche Positio-nierung in der Prozessindustrie sowie im stark expandierenden Solarmarkt war für diese positive Entwicklung massgeblich. Die Fortschritte im operativen Geschäft verdeutlicht der um 17 Prozent gestiegene EBIT auf CHF 55 Mio., was einem EBIT-Margenanstieg auf 12 Prozent entspricht.

Oerlikon Drive Systems setzte seinen starken Wachstumskurs mit einem Umsatzplus von 17 Prozent (pro forma) auf CHF 1,1 Mrd. fort und profitierte damit vor allem von der starken Nachfrage auf dem Agrar- und Industriesektor. Zudem konnten sich beide Business Units Oerlikon Graziano und Oerlikon Fairfield mit Getriebekomponenten für Zero-Emission-Vehicles und Windkraftanlagen erfolgreich in den „Clean-Technology"-Märkten positionieren. Der EBIT des Segments wuchs um 10,7 Prozent (pro forma) auf CHF 83 Mio.

Oerlikon Components verzeichnete im zweiten Halbjahr 2007 eine erfreuliche Entwicklung und konnte durch eine Produktoffensive von Oerlikon Esec und weiterhin starkes Wachstum bei Oerlikon Space mit einem Umsatzwachstum von 2,3 Prozent auf CHF 344 Mio. die Verlangsamung des ersten Halbjahrs mehr als ausgleichen. Der EBIT ging trotz zahlreicher Massnahmen zur Kostensenkung in der Business Unit Esec um 39,4 Prozent auf CHF 33 Mio. zurück. Dem strategischen Handlungs-bedarf bei Optics wurde durch ein umfassendes Restrukturierungsprogramm entsprochen. Darüber hinaus wurde entschieden, Oerlikon Optics innerhalb der kommenden zwölf Monate zu veräussern. Die Gründe hierfür liegen in den geringen Wachstumsperspektiven für das Rückprojektions-TV-Geschäft, der nicht zukunftsträchtigen strategischen Positionierung sowie der Komplexität des optischen Komponentengeschäfts, das nicht mehr der Portfoliostrategie des Oerlikon-Konzerns entspricht.

Innovationsfähigkeit weiter gestärkt
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die hohe Innovationsfähigkeit des Oerlikon Konzerns, die 2007 weiter gestärkt wurde. „Die Fähigkeit, permanent neueste Forschungsergebnisse in massgeschneiderte Kundenlösungen zu transformieren, ist das Erfolgsgeheimnis von Oerlikon", so CEO Krüger. In allen Segmenten nimmt Oerlikon heute eine technologisch führende Rolle ein, egal ob mit revolutionären Solarmodulen aus Dünnschicht-Silizium, mit Beschichtungstechnologien wie P3eTM, vollkommen neu entwickelten Wire Bondern für die Weiterverarbeitung von Halbleiterbauelementen, unterbrechungsfreien Doppelkupplungsgetrieben oder integrierten Textilmaschinen für die Herstellung von Vliesstoffen. Kaum ein anderes Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus hat ein vergleichbar innovatives Technologie- und Produktportfolio. Die Aufwendungen für F&E betrugen 2007 CHF 274 Mio. (2006: CHF 260 Mio.), was einer Umsatzquote von 4,9 Prozent entspricht. Rund 1 500 Wissenschaftler und Ingenieure arbeiten bei Oerlikon an den Produkten von morgen, die Anzahl der Patentfamilien wuchs allein 2007 um 25 Prozent.

Die Entwicklung umweltfreundlicher Technologien (Clean Technologies) sowie eine intensivere Anwendung von Nanotechnologie bilden wichtige Forschungsschwerpunkte. Schon heute ist Oerlikon in diesen Bereichen vertreten - u.a. mit Hochleistungs-Beschichtungen, die den Kraftstoffverbrauch von Motoren verringern, mit energiesparenden Textilmaschinen, Vakuumpumpen für den Solarmarkt oder der eigenen, patentgeschützten Dünnschicht-Silizium-Solartechnik.

Oerlikon Solar zukunftsweisend aufgestellt
Deutlichster Beweis für die hohe Innovationskraft des Konzerns ist Oerlikon Solar. Im September 2007 konnte die neue Micromorph-Tandem-Technologie lanciert werden, die wesentlich höhere Wirkungsgrade aufweist und bis 2010 eine Umwandlungsrate von mehr als 10 Prozent aufweisen wird. Der Technologievorsprung wurde damit weiter ausgebaut. Mit Solarfabriken bei Kunden wie ersol Thin Film und SCHOTT Solar ist Oerlikon zudem der einzige Anbieter, der zurzeit auf erfolgreich installierte und voll funktionsfähige Produktionslösungen verweisen kann. Micromorph-Tandem ist ein wesentliches Element, die Produktionskosten für Solarstrom schon bald auf Netzparität zu reduzieren und damit diese umweltfreundliche Technologie auch wirtschaftlich zu einer Alternative zu konventioneller Energiegewinnung zu machen. Ziel ist, bis 2010 Netzparität zu erreichen. Der Nachweis einer felderprobten Technologie sowie die hohe Nachfrage wirken sich stimulierend auf die Geschäftsaussichten von Oerlikon Solar aus. Für 2008 wird ein Umsatz von über CHF 700 Mio. erwartet, 2009 soll die Milliarden-CHF-Marke deutlich übertroffen werden. Mit der Zusammenfassung sämtlicher solarbezogener Aktivitäten im neuen Segment Oerlikon Solar unter der Leitung von Jeannine Sargent wurde die Organisation so ausgerichtet, dass sie die in den kommenden Jahren vorgesehene Skalierung mit jährlichen Wachstumsraten von deutlich mehr als 50 Prozent leisten kann. „Der weitere Ausbau des Solargeschäfts wird auch 2008 ein Schwerpunkt für Oerlikon sein", sagt Stumpf.


Asien als wichtigster Wachstumsmarkt
Nicht nur im Solargeschäft kommt dabei dem Asiengeschäft eine herausragende Bedeutung zu, wo sich diese Region schon kurzfristig zum wichtigsten und wachstumsstärksten Markt entwickeln wird. Mit zwei Solar-Grossaufträgen - CMC Magnetics und Auria Solar, beide in Taiwan - ist Oerlikon hier bereits hervorragend vertreten. Insgesamt war Fernost 2007 regional betrachtet der wichtigste Wachstumsmarkt - und hier vor allem China. Die hervorragende Verankerung, die Oerlikon seit Jahren in dieser Region hat, macht sich voll bezahlt. Der Umsatzanteil von Asien 2007 erreichte 37,5 Prozent. Neben Textile konnten auch die Segmente Vakuum und Drive Systems zweistellige Zuwachsraten verbuchen. Mit weiteren Investitionen etwa zur Erweiterung der hochmodernen Fabrik in Suzhou (China) sowie der Errichtung eines zweiten Produktionsstandortes in Singapur tragen wir dem Rechnung. Auch das Geschäft in der Region Europa entwickelte sich erfreulich. Hier verzeichneten alle Segmente zweistellige Wachstumsraten.

Ausblick 2008 
Oerlikon wird den eingeschlagenen Kurs 2008 konsequent fortsetzen. „Trotz unübersehbarer Anzeichen einer konjunkturellen Abschwächung bleiben die Perspektiven für Oerlikon positiv", so Konzernchef Krüger. Der Konzern ist in strukturellen Wachstumsfeldern tätig, die mittel- bis langfristig einen soliden Zuwachs von Umsatz und Ertrag ermöglichen werden. Dabei liegt neben zusätzlichen Wachstumsinitiativen jedes einzelnen Segments durch Produktneuerungen, regionale Expansion oder gezielten Akquisitionen der klare Schwerpunkt auf einer weiteren Verbesserung der Profitabilität. 2008 soll der Umsatz auf über CHF 6 Mrd. gesteigert und ein weiterer Anstieg des operativen Ergebnisses erzielt werden. Spätestens 2009 soll die Gewinnmarge des Konzerns mehr als 10 Prozent betragen.

(siehe PDF S. 7 für Kennzahlen des Oerlikon Konzerns per 31. Dezember 2007)

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