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Oerlikon Graziano stellt Elektrogetriebe mit vier Gängen vor

Innovative Lösung für eine grosse Bandbreite an elektrischen und Hybridanwendungen, Effizienzsteigerung um 15 %

Pfäffikon SZ, Schweiz / Rivoli, Italien, 25. Juli 2013 – Der Getriebespezialist Oerlikon Graziano, eine Business Unit von Oerlikon im Segment Drive Systems, stellt Kunden in ganz Europa sein innovatives 4SED (4 Speed Electric Drive, ein Elektrogetriebe mit vier Gängen) vor. Das Getriebe ist kompakt und leicht gebaut und ermöglicht stufenloses und weiches Schalten. Durch das skalierbare Design ist es in einer Vielzahl von Fahrzeugarten einsetzbar. „Dies ist ein ganz neues Getriebekonzept, das die Entwicklung von Elektrofahrzeugen weiter voranbringen wird“, erklärt Heriberto Diarte, CEO des Segments Drive Systems.

Dank seiner mehr als 20-jährigen Erfahrung mit Elektro- und Hybridgetrieben hat Oerlikon Graziano die Bedürfnisse seiner Kunden nach effizienten Getrieben für emissionsarme oder –freie Fahrzeuge erkannt und das 4SED entwickelt. Das mechanische Konzept wurde von Oerlikon Graziano entworfen, die elektronische Schaltung entstand beim britischen Spezialisten Vocis Driveline.

Das 4SED basiert auf dem ursprünglichen eDCT-Konzept von Oerlikon Graziano. Es kombiniert zwei Fahrmotoren in einem sehr kompakten Antriebsstrang und bietet vier Gänge. Dies erhöht die Effizienz von Motoren, die dadurch einen Wirkungsgrad von rund 90 % erreichen. Daraus resultiert eine um bis zu 15 % verbesserte Gesamteffizienz, die sich in einer höheren Reichweite und Leistung des Fahrzeugs widerspiegelt.

„Das Design des Getriebes ist bestechend einfach“, erklärt Paolo Mantelli, Head of Oerlikon Graziano Performance Automotive. „Das Getriebe verfügt über einen einzigartigen Aufbau mit zwei Antriebswellen, die jeweils von einem eigenen Elektromotor angetrieben werden. Diese beiden Motoren treten an die Stelle der Doppelkupplungen und der Synchroneinheiten und ermöglichen es so, den nächsten Gang bereits vor dem Auskuppeln auszuwählen. Zugleich kann die Geschwindigkeit der Antriebswellen synchronisiert werden.“ Durch den Einsatz von Fahrmotoren kann zusätzlich die Zahl der Software-Algorithmen im Vergleich zu einem normalen Automatikgetriebe verringert werden. Da keine Hydraulik eingesetzt wird, entfällt die Ventilkontrolle.

Die Technologie kann an eine Vielzahl von Fahrzeugtypen angepasst werden: Elektroautos für den Stadtverkehr, Hochleistungs-Autos, hybride Allradantriebe, Elektrobusse und LKW. Sie kann auch in 48-V-Motoren eingesetzt werden, wodurch beträchtliche Kosteneinsparungen möglich und Hochspannungsrisiken verringert werden. „Das 4SED spricht für sich“, so Mantelli. „Es ist stufenlos, hat weder Kupplungen noch Synchroneinheiten und ist wahrhaftig innovativ.“

Ein Aggregat wurde in einen Mercedes-Vito-Minibus mit Elektroantrieb eingebaut. Seine besonderen Eigenschaften werden derzeit den bekanntesten europäischen Fahrzeugherstellern präsentiert. Die ersten Kundenreaktionen sind durchweg positiv: „Für einen ersten Demonstrator ist die Schaltfunktion sehr beeindruckend, das Drehmoment wird nicht fühlbar unterbrochen und die Schaltungen sind sehr weich.“ „Das Getriebe lässt sich auf Grund verschiedener Plattformen und Leistungsanforderungen genau an den Bedarf des Kunden anpassen.“

Weitere Einzelheiten zum innovativen 4SED werden beim CTI Symposium in Berlin im Dezember 2013 vorgestellt.

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