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Pressemitteilungen (13.05.2008) Abstimmungsergebnisse der 35. ordentlichen Generalversammlung

Neuer Verwaltungsrat erweitert Kompetenzfelder und steht für Kontinuität der Wachstumsstrategie von Oerlikon

Pfäffikon SZ, Luzern, 13. Mai 2008 - Im Zentrum der 35. ordentlichen Generalver-sammlung der OC Oerlikon Corporation AG, Pfäffikon stand heute die Neuwahl des Verwaltungsrats. Bis auf Vladimir Kuznetsov, Chief Investment Officer der Renova Management AG, und Dr. Hanno M. Bästlein wurde das Gremium neu besetzt und um zwei Sitze erweitert. Die bisherigen VR-Mitglieder Georg Stumpf und Günther Robol stellten sich nicht mehr zur Wiederwahl. Anlässlich der konstituierenden VR-Sitzung im Anschluss an die Generalversammlung wurde Vladimir Kuznetsov zum neuen VR-Präsidenten gewählt. „Es ist unser erklärtes Ziel, Stabilität für das Aktionariat von Oerlikon zu gewährleisten und das Management bei der Umsetzung der ehrgeizigen Wachstumsstrategie bestmöglich zu unterstützen", sagt der neue Verwaltungsratspräsident Kuznetsov auf der Generalversammlung. „Wir haben uns ambitionierte Ziele zur profitablen Weiterentwicklung des Konzerns gesetzt", sagt Oerlikon CEO Dr. Uwe Krüger. „Um diese Ziele zu erreichen, brauchen wir Klarheit und ein langfristiges Engagement von Seiten unserer Aktionäre. Das ist mit dem heutigen Tag gewährleistet", so CEO Krüger.

Die Generalversammlung stand im Zeichen des erfolgreichen Jahresabschlusses 2007.
Mit einem Umsatzwachstum von 20 Prozent auf CHF 5,62 Mrd. und einem EBIT-Plus von 15 Prozent auf CHF 496 Mio. legte Oerlikon für 2007 einen ausgezeichneten Leistungs-ausweis vor. Auch der operative Cash-Flow nahm deutlich um 40 Prozent auf CHF 678 Mio. zu. Wesentliche Wachstumstreiber waren das Textilgeschäft, das ein Ausnahmejahr verzeichnete, ein boomendes Geschäft im Bereich Oerlikon Drive Systems sowie mehr als eine Verdopplung des Umsatzes bei Oerlikon Solar. Gerade bei Oerlikon Solar ist das Wachstum ungebrochen. Für 2008 erwartet das neu geschaffene Segment einen Umsatz von über CHF 700 Mio., 2009 soll die Milliarden-CHF-Grenze durchstossen werden. Auch darüber hinaus ist das Potential der Solartechnik phänomenal. Weltweit wird Solartechnik zur grosstechnischen Herstellung von Strom eingesetzt. „Hier schreiben wir Industriegeschichte", sagt CEO Krüger.

Eine wesentliche Ursache dafür ist die technologische Ausnahmestellung, die Oerlikon nicht nur in diesem Bereich einnimmt. Dafür investierte Oerlikon 2007 insgesamt CHF 274 Mio. in Forschung & Entwicklung - eine Umsatzquote von 4,9 Prozent - und beschäftigt mehr als 1500 F&E-Mitarbeiter.
Der formelle Teil der Generalversammlung war im Wesentlichen geprägt von der Neuwahl des Verwaltungsrats. 46 Prozent des Kapitals waren anwesend.

Mit der Wahl des Verwaltungsrats durch die 35. ordentliche Generalversammlung kommt die Neuordnung der Mehrheitsverhältnisse bei Oerlikon zum Abschluss und spiegelt sich jetzt in den Organen des Unternehmens. In der vergangenen Woche hatten sich die Victory Industriebeteiligung AG und Renova Industries als Hauptaktionäre von Oerlikon darauf verständigt, dass Victory 7,6 Prozent ihrer Oerlikon Beteilung aufgrund einer ausgeübten Option liefert sowie weitere 6,5 Prozent Aktien an Renova veräussert. Mit dann 39,1 Prozent Anteil am Aktienkapital - die kurzfristig noch unter einem kartellrechtlichen Vorbehalt stehen - hat Renova damit die Rolle als der führende Investor übernommen. Die Einvernehmlichkeit der gefundenen Lösung dokumentierten Victory und Renova dadurch, dass sie auf der Generalversammlung als Gruppe auftraten und gemeinsam abstimmten.

Auf der Generalversammlung begründete Vladimir Kuznetsov die Entscheidung von Renova für den Ausbau des Engagements: „Wir glauben an das Unternehmen, sein Management und seine Mitarbeiter und sind von dem technischen Potential überzeugt". Zudem sei Oerlikon in strukturellen Wachstumsmärkten bestens positioniert: „Die dramatischen Preiserhöhungen für Energie und Rohstoffe lenken zwangsläufig die Aufmerksamkeit auf Industrie- und Engineering-Unternehmen, die in diesen Bereichen effiziente Lösungen anbieten können. Selbst traditionelle Industrien wie Öl, Gas und Stromerzeugungen sind immer stärker von Hightech-Anlagen abhängig", so Kuznetsov. Um den Wert des Unternehmens zu steigern, will Kuznetsov in seiner Rolle als neuer VRP dazu beitragen, weitere industrielle Tätigkeitsfelder und regionale Wachstumsmöglichkeiten zu identifizieren. Nicht zuletzt sei es ein Anliegen, Transparenz und Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Kuznetsov: „Wir wollen die Anziehungskraft von Oerlikon auf bestehende und potentielle Aktionäre weiter erhöhen".

Ausdrücklich erwähnte Vladimir Kuznetsov auch das herausragende Management-Team und die langjährigen Kundenbeziehungen, die einen wesentlichen Teil des Unternehmenswertes und Potentials von Oerlikon ausmachten. „Bei dieser Gelegenheit möchte ich Dr. Krüger und seinem grossartigen Team, das über die Jahre zur Leitung von Oerlikons erfolgreicher Entwicklung als Industrieunternehmen zusammengeführt worden ist, unsere Unterstützung aussprechen", so Kuznetsov.

Den ausscheidenden Verwaltungsratsmitgliedern dankte Vladimir Kuznetsov für die geleisteten Dienste. An Georg Stumpf gewandt sagte Kuznetsov: „Vor allem beim Aufbau dieses erfolgreichen Management-Teams als auch bei der Fokussierung der Entwicklung des Solargeschäfts haben Sie Hervorragendes geleistet."

Der neu gewählte Verwaltungsrat von Oerlikon setzt sich wie folgt zusammen (siehe Profile der VR-Mitglieder im Anhang):

  • Vladimir Kuznetsov, Verwaltungsrats-Präsident
    (Chief Investment Officer Renova Management AG)
  • Dr. Hanno M. Bästlein
    (Vorstandssprecher Constantia Packaging AG)
  • Dr. Urs Meyer
    (Leiter Industrial Investments Renova Management AG)
  • Carl Stadelhofer
    (Präsident des Verwaltungsrates Renova Industries Ltd., Partner RKS Rinderknecht Klein & Stadelhofer, Rechtsanwälte, Zürich)
  • Kurt Hausheer (mit Wirkung ab 1. Juli 2008)
    (Partner und Mitglied der Geschäftsleitung PwC Schweiz)
  • Hans Ziegler
    (Unternehmensberater)


„Von den zusätzlichen Kompetenzfeldern und dem breiten Erfahrungsschatz profitiert das ganze Unternehmen", sagt CEO Krüger.

 

 

Die Abstimmungsergebnisse im Detail

Zur Abstimmung auf der 35. ordentlichen Generalversammlung standen folgende Traktanden:

1. Jahresbericht, Jahresrechnung der OC Oerlikon Corporation AG, Pfäffikon und Konzernrechnung 2007
Der Verwaltungsrat beantragte die Genehmigung des Jahresberichts, der Jahresrechnung der OC Oerlikon Corporation AG, Pfäffikon und der Konzernrechnung 2007.

Der Antrag wurde mit 98,7 Prozent der anwesenden Stimmen angenommen.

2. Verwendung des Bilanzgewinns 2007

Jahresergebnis 2007                                                                                       CHF 91'371'276
Vortrag aus dem Vorjahr                                                                                 CHF 112'712'518
Bilanzgewinn zur Verfügung der Generalversammlung                     CHF 204'083'794

Der Verwaltungsrat beantragte, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2007 im Betrag von CHF 204'083'794
unter Verzicht auf Ausschüttung einer Dividende auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Antrag wurde mit 98,6 Prozent der anwesenden Stimmen angenommen.

3. Entlastung der Mitglieder des Verwaltungsrats
Der Verwaltungsrat beantragte, den Herren Georg Stumpf, Vladimir Kuznetsov, Günther Robol, Dr. Hanno Bästlein, Thomas Limberger und Christian Schmidt für das Geschäftsjahr 2007 Entlastung zu erteilen.

Der Antrag wurde mit 99,8 Prozent der anwesenden Stimmen angenommen.

4. Statutenänderungen

a. Art. 4 lit. e der Statuten (Ausschluss der Angebotspflicht nach Börsengesetz)
Der Verwaltungsrat beantragte, die bestehende Opting-out Klausel in den Statuten der Gesellschaft (Art. 4 lit. e), womit ein Ausschluss von der Angebotspflicht nach Börsengesetz festgelegt wird, aufzuheben:

Der Antrag wurde mit 88,3 Prozent der anwesenden Stimmen abgelehnt.

b. Art. 11 Abs. 1 der Statuten (Stichtag für die Stimmberechtigung)
Der Verwaltungsrat beantragte, die Festlegung des Stichtages für die Stimmberechtigung an der Generalver-sammlung dem Verwaltungsrat zu übertragen und entsprechend Art. 11 Absatz 1 der Statuten wie folgt zu ändern:
Je CHF 20.- Nennwert geben eine Stimme. Stimmberechtigt in der Generalversammlung sind diejenigen Aktionäre, die an dem vom Verwaltungsrat bezeichneten Stichtag im Aktienbuch eingetragen sind.

Der Antrag wurde mit 99 Prozent der anwesenden Stimmen angenommen.

 

c. Art. 16 der Statuten (jährliche Wiederwahl der Verwaltungsräte)
Der Verwaltungsrat beantragt, die Amtsdauer der Mitglieder des Verwaltungsrates auf ein Jahr zu verkürzen und ihre Einzelwahl in den Statuten zu verankern. Entsprechend soll Art. 16 Abs. 1 und Abs. 2 der Statuten wie folgt geändert werden:

Amtsdauer, Wiederwählbarkeit: Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden jährlich für die Dauer eines Jahres gewählt und sind wieder wählbar; als Jahr gilt die Zeit von einer ordentlichen Generalversammlung zur nächsten. Die Wahl erfolgt für jedes Mitglied einzeln.

Ersatzwahlen, Zuwahlen: Ersatzwahlen erfolgen in der Regel an der nächsten ordentlichen Generalversammlung; bei Ersatz- oder Zuwahlen unter dem Jahr gilt die Zeit bis zur nächsten ordentlichen Generalversammlung als ein Jahr.

Der Antrag wurde mit 99,3 Prozent der anwesenden Stimmen angenommen.

d. Art. 14, Art. 17 Abs. 2 und Art. 21 der Statuten (redaktionelle Anpassungen an neues Aktienrecht)
Der Verwaltungsrat beantragt die folgenden redaktionellen Anpassungen der Art. 14, 17 und 21 der Statuten an die am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen revidierten Art. 727 ff. des Schweizerischen Obligationenrechts

Der Antrag wurde mit 99,9 Prozent der anwesenden Stimmen angenommen.

5. Wahl des Verwaltungsrates
Die Mitglieder des Verwaltungsrates wurden mit den nachstehenden Zustimmungswerten bestätigt oder neu gewählt: Dr, Hanno Bästlein (97,7%), Vladimir Kuznetsov (98,9%), Dr. Urs Meyer (99,8%), Carl Stadelhofer (98,0%), Hans Ziegler (99,9 %), Kurt Hausheer (99,8%)

6. Wahl der Revisionsstelle
Der Verwaltungsrat beantragte die Wiederwahl der KPMG AG, Zürich, als Revisionsstelle der Gesellschaft für eine Amtsdauer von einem Jahr.

Der Antrag wurde mit 99,2 Prozent der anwesenden Stimmen angenommen.

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