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Luftfahrt

Luftfahrt

Der von Oerlikon bediente Luftfahrtsektor entsprach im Berichtsjahr einem Volumen von CHF 530 Mio. Die durchschnittliche Wachstumsrate (CAGR) bis 2021 dürfte etwa 3 % betragen. Die Nachfrage im kommerziellen Flugzeugmarkt blieb auch nach Jahren des robusten Wachstums stark, da Airbus und Boeing mehrjährige Auftragsbestände abarbeiten. Gemäss dem Internationalen Luftverkehrsverband IATA liegt die Rentabilität der Fluggesellschaften dank dem anhaltenden Wachstumstrend im weltweiten Luftverkehr und dem tiefen Ölpreis auf einem rekordhohen Niveau. Zudem ersetzen Fluggesellschaften veraltete Flugzeuge mit Modellen der neuesten Generation. Diese verfügen über effizientere Triebwerke, nicht zuletzt dank leichterer und thermisch beständigerer Materialien. Der Flottenanteil, der mit dieser nächsten Generation Turbinen ausgerüstet ist, dürfte bis 2020 um mehr als 25 % zunehmen.

Der Luftfahrtsektor wird hauptsächlich vom Segment Surface Solutions bedient und entsprach 13 % des Segmentumsatzes 2016. 

Durch die Beschichtungslösungen von Oerlikon lassen sich Flugzeugbauteile wie Turbinenschaufeln herstellen, die den härtesten Bedingungen widerstehen und strengste Sicherheits- und Umweltbestimmungen erfüllen. Technologien von Oerlikon werden für Triebwerke, Triebwerksträger, Fahrwerke und Hydrauliksysteme sowie für die dazugehörigen Werkzeuge verwendet. Die zunehmende Nutzung der additiven Fertigung für Flugzeug- und Motorenteile eröffnet attraktive Perspektiven.

Oerlikon Metco konnte die bisherigen Aufträge für Komponenten im Rahmen des Leap-X-Programms (Herstellung neuer Generation von Flugzeugtriebwerken) erweitern und Safran Helicopter Engines als Kunde gewinnen. Um die Wachstumsmöglichkeiten zu fördern, wurden im niederländischen Werk zwei automatisierte Zellkonzepte für Triebwerksprogramme der nächsten Generation installiert. Weiter entwickelte Oerlikon Metco warmfeste Triebwerksbeschichtungen, um keramische Faserverbundwerkstoffe bei Temperaturen von bis zu 1 300 °C zu schützen. Oerlikon Balzers hat ihre BALINIT Diamond Micround Nano-Beschichtungen weiterentwickelt, wodurch Werkzeuge zur Bearbeitung von Werkstoffen wie kohlefaserverstärkten Kunststoffen noch zuverlässiger und langlebiger werden.