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Bekleidungs­ und Industrietextilienanlagen

Bekleidungs­ und Industrietextilienanlagen

Der Umfang des von Oerlikon bedienten Markts für Anlagen zur Herstellung von Bekleidung und Industrietextilien wird für das Berichtsjahr auf CHF 1 646 Mio. geschätzt. 38 % dieses Volumens entfallen auf Filamentanlagen. Dieses Marktsegment litt 2016 unter erheblichen Überkapazitäten und der Konjunkturabschwächung in China. Erst gegen Ende des Jahres waren Anzeichen einer langsamem Wiederbelebung der Nachfrage spürbar. Dies bestätigt, dass die Talsohle des Marktzyklus 2016 erreicht wurde.

Längerfristig wird der Markt von einer steigenden Nachfrage nach umweltfreundlichen und strapazierfähigen Chemiefasern für Bekleidung, für technische Textilien für den Bau sowie für Teppichgarne angetrieben. Globale Trends wie das Bevölkerungswachstum, die Urbanisierung und die wachsende Mittelschicht in Schwellenländern wie China und Indien unterstützen die langfristige Nachfrage zusätzlich.

2016 fokussierte sich das Segment Manmade Fibers auf die Stärkung des Geschäfts in Bereichen ausserhalb des Markts für Filamentanlagen. Das Segment erwarb das Stapelfaser-Technologieportfolio von Trützschler und wurde damit zu einem führenden Anbieter im globalen Markt für synthetische Stapelfasern. Das Geschäft wurde so erfolgreich ausgebaut, und die Auftragsbücher sind für die nächsten Jahre voll. Für den Drawn-Textured-Yarn(DTY)-Markt führte das Segment die Texturiermaschine eAFK HQ ein, die sich durch geringen Platzbedarf und eine Produktivitätssteigerung um 50 % auszeichnet. Oerlikon Barmag Huitong Engineering, das Joint Venture des Segments Manmade Fibers mit der chinesischen Huitong Chemical Engineering, erhielt den ersten Auftrag für den Bau einer Polykondensationsanlage in China mit einer Jahreskapazität von 60 000 Tonnen. Für die Herstellung von technischen Textilien für Reifencord (HLMS), Sicherheitsgurte und Geotextilien wurden ebenfalls neue Lösungen lanciert. Das Segment baute auch seinen Kundenservice dank neuer Aufträge für den Betrieb von Wartungswerkstätten an Kudenstandorten in Indien und China weiter aus. Zudem plant das Segment, neue digitale Kundenservices wie Intelligent Plant Control 4.0 (IPC 4.0) einzuführen. 

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