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Additive Fertigung

Additive Fertigung

Durch additive Fertigung entsteht aus einem digitalen Modell ein dreidimensionales Objekt, indem es Schicht für Schicht aus einem Werkstoff aufgebaut wird. Dadurch verändert sich die Art und Weise, wie Produkte entwickelt und produziert werden. Der Markt für metallbasierte additive Fertigung dürfte 2016 rund CHF 393 Mio. entsprochen haben. Bis 2021 soll das Volumen auf CHF 1 976 Mio. ansteigen, was einem Durchschnittswachstum (CAGR) über fünf Jahre von 38,1 % entspricht. Die additive Fertigung steht vor dem industriellen Durchbruch, denn sie ermöglicht es, komplexe Formen und neue Strukturen sowie leistungsfähigere und beständigere Bauteile zu fertigen. Das Verfahren verkürzt die Entwicklungszeit, erlaubt eine rasche Anpassung des Produktdesigns, erhöht die Produktivität und reduziert Materialabfälle. Angesichts der Gewichtsersparnis und der Sicherheitsvorteile erwartet Oerlikon eine zunehmende Nachfrage nach additiv gefertigten Komponenten aus der Luftfahrt, bei medizinischen Produkten sowie im Energie-, Automobil- und Öl- und Gassektor.

Oerlikon ist Marktführer bei modernen Werkstoffen und Oberflächentechnologien und verfügt über umfassende Engineeringexpertise bei Schlüsselkomponenten. Gestützt auf das globale Servicenetz und die etablierten Kundenbeziehungen ist Oerlikon gut aufgestellt, um die Industrialisierung der additiven Fertigung als integrierter Dienstleister voranzutreiben. 

2016 hat Oerlikon das deutsche Unternehmen citim übernommen, um die Produktionskompetenzen in der additiven Fertigung in Europa und den USA zu erweitern. Ebenso wurde der Bau eines neuen Werks für die Herstellung moderner Werkstoffe für die additive Fertigung in Michigan, USA, lanciert. Für ein US-Energieunternehmen führt Oerlikon derzeit ein FuE-Projekt durch, um additive Fertigungstechnologie bei Solarturbinen zu erproben. Ausserdem hat Oerlikon eine neue Systemplattform für Thermisches Spritzen lanciert, die automatisierte additive Fertigung und Beschichtungsprozesse mit Pulverzuführung ermöglicht.
Oerlikon ging 2016 mit America Makes sowie der Shanghai Additive Manufacturing Association Partnerschaften ein, um die Technologieentwicklung zu fördern und das Netzwerk zu stärken.