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FuE und Innovation

Oerlikon investierte 2021 4,0% des Jahresumsatzes oder CHF 105 Mio. in Forschung und Entwicklung (FuE) und meldete weltweit 90 Patente an. Die Innovationspipeline wird durch einen hochmodernen Forschungs- und Entwicklungsprozess gespeist. Daraus entstehen Lösungen, die auf die aktuellen und zukünftigen Kunden- und Marktbedürfnisse zugeschnitten sind und auch soziale und ökologische Aspekte wie Energieeffizienz und Nachhaltigkeit berücksichtigen. 

Oerlikon führte seine FuE-Partnerschaften mit Kunden, Universitäten, Forschungsinstituten und Unternehmen fort. Ein Projekt, umgesetzt mit Hilfe des Digital Hub, arbeitet daran, wie Berechnungen zu Materialeigenschaften mit (internen) Ansätzen für maschinelles Lernen kombiniert werden können, um neue Werkstoffe für bestimmte Anwendungen zu ermitteln und zu designen. Mit einer Universität entwickelt Oerlikon derzeit eine auf maschinellem Lernen basierende Analytik zur Werkstoffcharakterisierung. Ausserdem wird mit externen Unternehmen und Forschungsinstituten an Beschichtungslösungen für Batterien und die Batterieproduktion gearbeitet. 

Indem auch im Konzern vorhandenes Wissen und Fähigkeiten gebündelt wurden, konnte eine Reihe bereichsübergreifender FuE­-Projekte umgesetzt werden: 

  • Mit Scoperta Rapid Alloy Development (RAD) Tech­no­logie wurde eine neue Werkstoffklasse für Anwendungen in der Stromerzeugung entwickelt, die die Anforderungen der Kunden für die nächste Anlagengeneration erfüllt. 
  • Neue Pulverwerkstoffe derselben Klasse wie die oben erwähnten wurden erfolgreich in einem Triebwerk ge­testet; sie zeigten in einer spezifischen Dimensionierung eine mehr als doppelte Verbesserung. Derzeit wird eine zweite Testrunde durchgeführt.

Im Jahr 2021 brachte Oerlikon eine Reihe von neuen Technologien und Lösungen auf den Markt. Diese reichen von neuen, verbesserten Anlagen und Systemen bis hin zu Werkstoffen, Beschichtungen und Services. Ausgewählte Beispiele sind nachfolgend aufgeführt:

Werkstoffe

  • Oerlikon stellte eine neue Hoch-Entropie-Aluminiumlegierung vor, die optimal für die additive Fertigung struktureller Komponenten geeignet ist, beispielsweise für Zentrifugalpumpenlaufräder. Die neue Legierung soll Super-Duplex-Stähle ersetzen.
  • Neue Werkstoffe zur Beschichtung von Festoxid-Brennstoffzellen (SOFC) wurden entwickelt, um die Energie­effizienz der Brennstoffzellen zu steigern.

Anlagen, Produkte und Systeme 

  • Auf der ITMA Asia 2021 präsentierte Oerlikon Barmag die nächste Generation ihrer eAFK Evo-Lösung. Diese automatische Texturieranlage ermöglicht Energieeinsparungen von bis zu 25% und eine um bis zu 30% höhere Produktionsgeschwindigkeit, bei einfacher Wartung und hoher Garnqualität. 
  • Oerlikon HRSflow lancierte HRScool Evo, ein aktualisiertes HRScool-Hydraulikzylindersystem für den Heisskanal-Spritzguss mit hochmodernem Temperaturmanagement, das keine aktive Flüssigkeitskühlung der Antriebseinheit erfordert. HRScool Evo ist optimal für temperaturkritische Anwendungen im Autombil-Bereich und verringert Kosten und Wartung, da durch den Wegfall der Flüssigkeitskühlung weniger Teile nötig sind. 
  • Oerlikon AM ist Serienzulieferer für den marktführenden 3-D-Laserscanner AS1 von Hexagon Metrology. 
  • Oerlikon AM lieferte über 1 000 additiv gefertigte Fahrradteile an Urwahn.

Beschichtungen und Services

  • Oerlikon Balzers lancierte das neue BALDIA-Portfolio für Diamantbeschichtungen. Solche Beschichtungen sind extrem verschleissfest, wärmeleitfähig und chemisch inert, was sie zur besten Wahl macht, um hochabrasive Materialien zu bearbeiten. 
  • Weiters führte Oerlikon Balzers das neue BALORA-Portfolio mit der nächsten Generation der MCrAlY-Beschichtungen ein, die auf der Arc-PVD-Technologie basieren. BALORA-Beschichtungen bieten revolutionäre Eigenschaften für Hochtemperatur-Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt und der Energieerzeugung. 
  • Viren wie SARS-CoV-2 können lange Zeit auf Kunststoffen, die in Flugzeugen besonders weit verbreitet sind, überleben. Gemeinsam mit Partnern forscht Oerlikon an der Entwicklung antibakterieller und viruzider Beschichtungen für den Luft- und Raumfahrtsektor. 
  • Eine Beschichtung von Oerlikon Balzers ermöglicht es, intelligente Funktionen wie Kameratechnologie, Radar und andere Sensoren in der neuen «Niere» des BMW iX zu integrieren. BMW erhielt für diese innovative Niere einen Grand Award der Society of Plastics Engineers. Weiters sind die Umformwerkzeuge, mit denen die Niere gefertigt wird, mit BALINIT FUTURA NANO von Oerlikon Balzers beschichtet.
 

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