Oerlikon ist überzeugt, dass echte Innovation nur von Mitarbeitenden hervorgebracht werden kann, die dem Unternehmen vertrauen. Um das Wohlergehen unserer Angestellten zu gewährleisten, investiert Oerlikon erhebliche personelle und finanzielle Mittel in die Entwicklung eines sicheren Arbeitsumfelds und eines guten Arbeitsklimas.
Im Übernahme- und Integrationsprozess der Saurer Gruppe stellt Oerlikon den hohen Anspruch an die eigene Integrität durch einen fairen, offenen und frühzeitigen Dialog unter Beweis. Mit Saurer hat Oerlikon den idealen Partner für die Umsetzung seiner Expansionsstrategie und die Schaffung nachhaltiger Unternehmenswerte gefunden. Der Zusammenschluss eröffnet ausgezeichnete Perspektiven für weiteres Wachstum und sichere Arbeitsplätze. Der Integrationsprozess ist bei Drucklegung dieses Jahresberichts in vollem Gange und wird mit der Einbindung sämtlicher Mitarbeitenden in das neue SAP-System als letztem Schritt bis 2008 abgeschlossen sein. Das Management von Oerlikon legt in diesem Prozess grössten Wert auf eine offene und für die Mitarbeitenden transparente Kommunikation mit regelmässigem Informationsaustausch.
Eine Konsequenz hieraus ist die Verstärkung von standortübergreifenden Aktivitäten. Der konzernweite Ideenaustausch und die Entwicklung gemeinsamer Ziele tragen wesentlich zu einer engeren Zusammenarbeit und einem besseren gegenseitigen Verständnis bei. Ermöglicht wird dies unter anderem durch das Prinzip einer regionalen und internationalen Jobrotation.
Im Zentrum der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben steht das ausgewogene Verhältnis zwischen Arbeits- und Freizeit. Bei der Rekrutierung und Bindung von Mitarbeitenden spielt dieser Aspekt eine entscheidende Rolle. Oerlikon beschäftigt hochqualifiziertes Personal und sucht laufend nach weiteren Fachleuten. Diese sind auf dem weltweiten Arbeitsmarkt sehr gefragt und haben die freie Wahl unter einer Vielzahl möglicher Arbeitgeber. Deshalb bietet Oerlikon neben wettbewerbsfähigen Gehältern und Sozialleistungen auch flexible Arbeitszeiten und Teilzeitstellen. Nur wenn Beruf und Privatleben miteinander vereinbar sind, entsteht ein positives Arbeitsumfeld, in dem Kreativität in Innovation umgesetzt werden kann.
Oerlikon vereint unter dem Dach der «One Culture»-Philosophie Mitarbeitende aus 48 Nationen. Mit einem solch vielfältigen Team ausgewiesener Fachleute aus unterschiedlichen Kulturkreisen ist Oerlikon überall auf der Welt ausgezeichnet vertreten und kann auf die Bedürfnisse der internationalen Kunden individuell eingehen.
Als globales Unternehmen mit mehr als 170 Standorten setzt Oerlikon auf den lokalen Faktor. Die meisten Mitarbeitenden, auch im Management, werden vor Ort angeworben und spiegeln die Demografie des Markts wider. Durch die lokale Technologieentwicklung und Ausbildung der Mitarbeitenden bleibt das Know-how eng an den Konzern gebunden. Der regelmässige Austausch von Erfahrung und Wissen zwischen den verschiedenen Geschäftssegmenten verbessert die Kooperation und fördert die Nutzung von Synergien. Ein Beispiel hierfür ist der von Oerlikon Leybold Vacuum initiierte Support in Asien. Fachleute aus China, Taiwan, Japan und Korea haben sich zu einem spezialisierten Team zusammengeschlossen, das technischen Support für den asiatischen Markt bietet. Bei einer fünfwöchigen Intensivschulung in Köln hatten die Mitglieder Gelegenheit, ihr Know-how auszutauschen und zu erweitern.
Technologieorientierte Unternehmen wie Oerlikon beschäftigen traditionell eine grosse Zahl von Ingenieuren, was in den Projektteams zu einem Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern führen kann. Oerlikon weiss aus Erfahrung, dass gemischte Teams oft mehr Kreativität entwickeln, und fördert beispielsweise im Einstellungsprozess die Erhöhung der Anzahl von Mitarbeiterinnen in technischen Positionen.
Durch die Tätigkeit von Oerlikon in einem multikulturellen Umfeld hat sich im Unternehmen ein starkes Bewusstsein für das Problem der Diskriminierung entwickelt. Oerlikon hat eine konzernweite Nichtdiskriminierungspolitik eingeführt, die auf den Richtlinien der Vereinten Nationen basiert. Wir dulden keine Form der Diskriminierung aufgrund ethnischer Herkunft, Hautfarbe, Religion, Nationalität, Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter oder Behinderung.
Oerlikon hat sich zu einem integrierten Managementsystem verpflichtet, das die Standards für Sicherheit und Gesundheitsschutz vollumfänglich abdeckt. Sämtliche Geschäftsbereiche und Konzerngesellschaften definieren ihre spezifischen Zielsetzungen in diesen Bereichen.
Das Konzernziel 2006 waren die Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Die Geschäftsbereiche initiierten Sensibilisierungsprogramme und führten Erste-Hilfe- sowie allgemeine Sicherheitskurse durch wie beispielsweise zum Thema Herzinfarkt. Mehrere Geschäftsbereiche rüsteten sich mit Defibrillatoren aus und schulten die Mitarbeitenden in der fachgerechten Handhabung.
Das Hauptziel für das Jahr 2007 ist die konzernweite Harmonisierung aller EHSManagementsysteme (Environmental Health and Safety). Mit der Übernahme von Saurer gewinnt Oerlikon zusätzliches Know-how, das bei der Konsolidierung dieser oft nicht kompatiblen Systeme von entscheidendem Nutzen sein wird.
Eine der wichtigsten Herausforderungen für unsere Gesellschaft besteht heute darin, den weltweiten Energiebedarf zu senken, die Abhängigkeit von nicht erneuerbaren Energiequellen zu reduzieren und die Klimaveränderung zu stoppen.
Hinsichtlich markant steigender Energiepreise, die zum Beispiel im Spinnereibereich 20 Prozent der Betriebskosten ausmachen, ist Energieeffizienz zu einem wesentlichen Faktor bei der Beschaffung geworden. Oerlikon Saurer Textile stellt sich dieser Herausforderung und verbessert die Energie- und Ressourceneffizienz seiner Produkte und Dienstleistungen markant. Durch den Kauf von Produkten mit e-save® -Zertifizierung können Kunden durchschnittliche Energieeinsparungen von mehr als 15 Prozent erzielen, was neben deutlichen Kosteneinsparungen auch einen positiven Beitrag zum Umweltschutz zur Folge hat.
Energiesparen durch Effizienzverbesserung ist die günstigste, schnellste und umweltverträglichste Möglichkeit, den zukünftigen Energiebedarf zu decken. Neben dieser nachfrageorientierten Strategie muss sich die Forschung auf Technologien zur Nutzung erneuerbarer und schadstofffreier Energiequellen konzentrieren und gleichzeitig die Kosten auf ein konkurrenzfähiges Niveau senken.
Oerlikon Solar steht an der Spitze bahnbrechender Entwicklungen im Bereich der Photovoltaik und hat die einmalige Chance, die Nutzung dieser Energie erstmals zu kommerzialisieren. Durch die PEVCDTechnologie ist es Oerlikon gelungen, die zur Herstellung von Solarzellen erforderliche Siliziummenge deutlich zu verringern und damit die Produktionskosten entscheidend zu senken. Zwar sind Dünnschicht-Solarzellen generell weniger effizient als Wafer-Zellen, doch die Effizienzsteigerung um 30 Prozent senkt mit einer höheren Ressourceneffizienz den Preis für Solarenergie in Bezug auf die Kosten pro Watt erheblich. Durch weitere Verbesserungen im Produktionsprozess ist eine Kostenreduktion von 20 Prozent alle drei Jahre möglich.
Oerlikon bietet nicht nur energieeffiziente Produkte und moderne Solartechnologien. Im Rahmen des UN Global Compact verpflichtet sich der Konzern zum sogenannten Vorsorgegrundsatz (Prinzip 15 der Erklärung von Rio). Dieser verlangt eine systematische Verringerung des ökologischen «Fussabdrucks». Oerlikon setzt diese Verpflichtung durch die laufende Optimierung der Produkte, Dienstleistungen und Produktionsprozesse in die Praxis um. Ein erster Meilenstein für das neue Management ist die Konzernzertifizierung nach ISO 14001 im Berichtsjahr 2006 - ein klares Bekenntnis zur weiteren Verbesserung der Umweltleistungen des Unternehmens. Weiterhin hat sich Oerlikon 2006 die Optimierung der Abfallmanagementsysteme seiner weltweiten Geschäftsbereiche zum Ziel gesetzt. Mitarbeiter- Sensibilisierungsprogramme zur Abfallvermeidung und -trennung führten zu einer laufenden Verringerung der negativen Auswirkungen auf die Umwelt. 2007 wird für Oerlikon in diesem Bereich die Entsorgung sensibler Abfälle im Zentrum stehen - verstärkte Sicherheitsinspektionen werden den sicheren Umgang mit gefährlichen Materialien gewährleisten.