
Spitzenleistungen, Geschwindigkeit und Leidenschaft verbinden Rennfahrer und Hightech-Unternehmen
Oerlikon ist ein faszinierendes Unternehmen. Als ich mich mit der Anfrage, das Unternehmen zu repräsentieren, auseinandersetzte, habe ich schnell entdeckt, dass die Werte und die Mentalität von Oerlikon meinen Vorstellungen zu einhundert Prozent entsprechen. Deshalb kann ich mit meiner Person das Unternehmen glaubwürdig vertreten. Zudem ist Oerlikon ein wichtiger Lieferant für die Automobilindustrie und auch für die Formel 1. Als ich gehört habe, dass Formel-1-Motoren von Oerlikon beschichtet werden, bin ich hellhörig und neugierig geworden. Oerlikon und Lauda - das ist eine in sich schlüssige, überzeugende Verbindung. Ich mache das wirklich gerne und mit Freude. Inzwischen bin ich ein Oerlikon Fan.
Absolut erfolgsorientiert. Egal, mit wem ich bei Oerlikon bis jetzt gesprochen und welchen Standort ich besucht habe: Überall spürt man den Willen und die Leidenschaft, Aussergewöhnliches zu leisten, zu gewinnen und auf das Siegertreppchen zu kommen. Die Stimmung, der ich begegnet bin, ist gleichzeitig emotional und sachlichprofessionell. Da wird gekämpft, gerungen, geschimpft, gelacht und gejubelt - und gleichzeitig mit hoher Kompetenz fachlich gearbeitet.
Ja, deshalb machen das Engagement von Oerlikon in der Formel 1 und die Technologiepartnerschaft mit Red Bull auch sehr viel Sinn. Es gibt keine bessere sportliche Entsprechung für Oerlikon als die Formel 1. Innovationen, Geschwindigkeit, Effizienz, Leidenschaft, Höchstleistungen prägen den Rennsport - und Oerlikon.
Der Rennfahrer alleine bewirkt gar nichts. Ohne sein Team kann er gleich einpacken und nach Hause gehen. Heute ist es in der Formel 1 erfolgskritisch, wie gut die Fahrer mit den Ingenieuren kommunizieren, ihre Eindrücke und Erfahrungen an das Team weitergeben. Der Fahrer muss nicht nur die Möglichkeiten des Autos perfekt umsetzen: er ist neben aller Technik der wichtigste Sensor. Er funktioniert im Grunde wie ein Mitarbeitender im Vertrieb, der die Nahtstelle zum Kunden darstellt. Der Rennfahrer bringt die PS auf die Strasse und spiegelt ihre Anforderungen zurück; der Vertriebler bringt die Produkte zum Kunden und spiegelt dessen Bedürfnisse wider. Wenn das gut funktioniert, stellt sich der Erfolg ein.
Ja, das ist meine Überzeugung. Und zwar in mehrfacher Hinsicht. Erstens wird Technik nach wie vor von Menschen bedient und Organisationen von Menschen geformt. Ich habe noch kein Unternehmen gesehen, das vollautomatisch funktioniert und auch noch keinen selbstfahrenden Rennwagen. Und das wird es auch nicht geben. Das bedeutet, wie wir die technischen Möglichkeiten und unternehmerischen Optionen umsetzen, liegt an uns - und wird nicht von irgendeiner Maschine determiniert. Oerlikon selbst ist doch dafür das beste Beispiel. Die Substanz des Unternehmens war vorhanden. Sie wurde durch das neue Management wieder reaktiviert. Das zeigt, wie gross unsere Spielräume sind und welche Bedeutung die handelnden Personen haben.
Eindeutig. Der Fahrer kann bis zu einer kritischen Grenze technische Nachteile wettmachen. Wenn der Abstand jedoch gross wird, dann ist auch er machtlos. Doch das stellt die zweite grundlegende Frage: Wie kommen wir zu Spitzentechnologien? Das beste Auto, die beste Technologie fällt ja nicht vom Himmel. Warum ist eine Firma wie Oerlikon technisch führend, warum schafft ein Rennstall die Weltmeisterschaft? Weil sie die kompetenteren Mitarbeitenden haben, effizienter organisiert sind, einen höheren Einsatz zeigen, mutiger sind, enger mit ihren Kunden verdrahtet sind und so weiter. Und das sind wieder menschliche Faktoren.
Das Geld ist schon ein wichtiger Faktor. Aber nur bis zu einem gewissen Grad. Wer sich keinen Windkanal leisten kann, mit weniger Testläufen auskommen muss oder auf moderne Simulationstechniken verzichten muss, ist in seinen Möglichkeiten eingeschränkt. Allerdings kann man Kreativität, Leidenschaft oder Intuition nicht kaufen. Es gibt ja genügend Beispiele, wo viel Geld ohne jeden Erfolg verbrannt wurde und sich Newcomer mit geringen Budgets durchsetzen konnten.
Man muss die Siege feiern - darf aber selbst im Hochgefühl des Triumphs nie arrogant und selbstzufrieden werden. Sowohl im Sport als auch in der Geschäftswelt gehen Krisen meistens sehr erfolgreiche Phasen voraus. Die Akteure bilden sich dann irgendwann ein, es gäbe ein Abonnement auf den Auftrag oder auf die Medaille. Die Realität schlägt dann irgendwann erbarmungslos zurück. Selbstgefälligkeit ist das beste Rezept zum Absturz. Wer das vermeiden will, muss bereit sein, sich immer wieder in Frage zu stellen - wie ein Künstler, der vor der weissen Leinwand steht oder ein leeres Blatt Papier vor sich hat. Wir müssen immer wieder bereit sein, von vorne anzufangen. Und man darf nie aufhören, lernen zu wollen. Dann können Erfolgssträhnen lange dauern.