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Statements

Statement des CEO

Thomas Limberger
Chief Executive Officer (CEO)

Wir haben das Unternehmen in allen Facetten erneuert, 2006 die Restrukturierung abgeschlossen und substanzielle Werte geschaffen. Oerlikon ist mit der Übernahme der Saurer AG weltweit einer der zukunftsträchtigsten Hightech-Konzerne.

Sehr geehrte Aktionärin, sehr geehrter Aktionär

2006 ist für Oerlikon ein erfolgreiches Jahr gewesen. Wir konnten den Mitte 2005 eingeleiteten Aufwärtstrend fortsetzen und in ein nachhaltiges Wachstum von Umsatz und Gewinn überführen. Das erzielte Konzernergebnis von CHF 302 Mio. mit einer Net-Profit-Marge von 13 Prozent stellt die neue Leistungsfähigkeit der Oerlikon Gruppe unter Beweis.

Mehr noch: Nach grundlegender Erneuerung in allen Facetten des Unternehmens verfügt Oerlikon wieder über eine langfristig tragende Zukunftsperspektive. Ein deutliches Zeichen des Wiedererstarkens von Oerlikon ist die Übernahme der Saurer AG. Mit der Akquisition haben wir den eingeschlagenen Wachstumspfad zusätzlich beschleunigt und auf ein neues Niveau gehoben. Das zeigt besonders der überproportional gesteigerte Bestellungseingang mit einem Zuwachs um 80,8 Prozent von CHF 1,5 Mrd. auf CHF 2,6 Mrd.

Die Erfolge 2006 sind das Ergebnis der eingeschlagenen Strategie, aus der damaligen Unaxis und ihrer verschiedenen Tochterunternehmen einen integrierten Hightech-Konzern zu formen sowie der zeitnahen und konsequenten operativen Umsetzung der entsprechenden Massnahmen:

  • Die Restrukturierung und Integration des Unternehmens unter der Prämisse «One Company» sowie die Gruppierung in fünf Kerntechnologien;
  • die Ausrichtung nach Kunden, Märkten und Technologien;
  • die Verbesserung der operativen Gewinnmargen durch effektives Kostenmanagement, neue Pricing-Strategien, höhere Effizienz und intern zentralisierte
  • Dienstleistungen (Shared Services);
  • den Ausbau der regionalen Präsenz und Kundennähe, vor allem in Asien und in Amerika;
  • ein fokussiertes Innovationsmanagement, das zur Markteinführung von zum Teil bahnbrechenden Innovationen und zahlreichen Produktneuerungen führte;
  • das Rebranding von Unaxis zu Oerlikon sowie ein einheitlicher Auftritt aller Geschäftsbereiche unter einer Marke.

Erstmals in seiner 100-jährigen Geschichte wird das Unternehmen zentral geführt, tritt einheitlich auf und entwickelt nun eine übergreifende Kultur und Identität. Die strategische Fokussierung auf die Kernsegmente hat sich als richtig erwiesen.

Textil- und Antriebstechnologie erweitern Leistungsportfolio

Als weltweite Nummer eins für umfassende Produktionslösungen in der Textilindustrie und der Antriebstechnologie passt Saurer hervorragend in das Portfolio des Konzerns. In verwandten Technologiebereichen des Maschinen- und Anlagenbaus erweitern wir mit diesem Schritt unser Leistungs- und Produktportfolio. Die Ressourcen und Kompetenzen beider Unternehmen in Engineering, Software, Mechanik oder Fertigung ergänzen sich und stärken die Innovationskraft aller Geschäftseinheiten. Die Oerlikon Gruppe inklusive der ehemaligen Saurer verfügt nun über mehr als 1 500 Forscher, Entwickler und Ingenieure und investierte in einer Gesamtbetrachtung 2006 insgesamt mehr als CHF 260 Mio.1 in Forschung und Entwicklung. Mit einem Global Leadership Meeting Anfang des Jahrs, bei dem rund 150 Führungskräfte beider Unternehmen zusammen kamen, wurde der Integrationsprozess gestartet. Gemeinsame Teams arbeiten nun mit Hochdruck an der Vereinheitlichung der Geschäftsprozesse und Systeme, dem Rebranding der Saurer Segmente sowie der Implementierung eines übergreifenden Transformationsprogramms.

Strategie als diversifizierter Hightech-Konzern

Unterstützt wird die Integration durch die von Oerlikon Mitte 2006 implementierte Unternehmensstruktur, die die Organisation mit den Erfordernissen eines Hochtechnologie- Anbieters in Einklang bringt. Unsere Strategie zielt auf den Auf- und Ausbau als diversifizierter Hightech-Konzern.

Die Einteilung in übergreifende Segmente entlang der Kernkompetenzen, die Zusammenfassung kleinerer Einheiten sowie die zentrale Steuerung durch eine operativ tätige Holding bietet dabei zahlreiche Vorteile:

  • Durch einen systematischen Wissenstransfer zwischen benachbarten Technologiefeldern stärken wir die Innovationskraft und -geschwindigkeit der einzelnen Geschäftsbereiche;
  • ein zentrales Management, standardisierte Geschäftsprozesse sowie integrierte interne Dienstleistungen erhöhen die Effizienz der gesamten Gruppe mit positiven Effekten auf die Gewinnmargen;
  • die Segmentorganisation führt zu höherer Kunden- und Marktnähe.

Mit dieser klaren Struktur haben wir eine zukunftsoffene und flexible Plattform geschaffen, die exakt auf unseren Wachstumskurs zugeschnitten ist. Synergiepotenziale und Know-how-Transfer können so optimal realisiert werden.

Innovationen als Erfolgsfaktor

Diese Unternehmensstruktur hat 2006 auch zu erheblichen Fortschritten im Innovationsmanagement der Oerlikon Gruppe geführt. Durch die auf Markt- und Kundenbedürfnisse fokussierte Forschung und Entwicklung, gezielte Akquisitionen von Technologieanbietern sowie strategische Partnerschaften ist es uns gelungen, ganzheitliche Fertigungslösungen mit umfassenden Servicekonzepten aufzubauen und unseren Kunden zu präsentieren. Auf diese Weise konnte sich etwa Oerlikon Solar in dem weltweit stark wachsenden Markt der Solarenergie in kürzester Zeit erfolgreich positionieren; Oerlikon Balzers Coating, Services, definiert mit der Technologie P3eTM den Beschichtungsmarkt neu; Oerlikon Optics lieferte die ersten Prototypen einer laserbasierten Projektionstechnologie aus und legte damit die Grundlagen für neue Pico- Beamer und TV-Geräte; Oerlikon Leybold Vacuum ging mit einer neuen Pumpengeneration (MAG W 300) auf den Markt und Oerlikon Balzers Coating, Systems lieferte die ersten industriell tauglichen Fertigungssysteme für Blu-ray-discs aus. Damit setzte Oerlikon auch 2006 in ihren Märkten technologische Standards.

Ausblick

Oerlikon geht den eingeschlagenen Wachstumspfad mit Nachdruck weiter. Die Möglichkeiten, in den bestehenden Segmenten auch künftig zu wachsen und Marktanteile zu gewinnen, sind längst nicht ausgeschöpft. Das weitere organische Wachstum speist sich aus:

  • neuen, innovativen Produkten;
  • der Erweiterung technischer Kernkompetenzen zu ganzheitlichen Anwendungslösungen;
  • dem Ausbau des Serivce-Geschäfts;
  • der weiteren regionalen Expansion.

Engagierte und kompetente Mitarbeitende sowie starke Partner geben uns die Möglichkeit, diese Chancen wahrzunehmen. In sämtlichen Aspekten generiert die Übernahme von Saurer zusätzlich positive Impulse, etwa durch Technologieund Engineering-Know-how, erfolgreiche Geschäftsmodelle oder vorhandene Marktzugänge.

Ich freue mich darauf, diesen Weg des Wachstums gemeinsam mit Ihnen weiterzugehen.

Thomas Limberger
Chief Executive Officer und Mitglied des Verwaltungsrats